Nokia beendet die Handelswoche mit einem kräftigen Kursplus von 4,31 Prozent am Freitag. Der finnische Netzwerkausrüster profitiert von einer Hochstufung durch Morgan Stanley und einer Serie wichtiger Vertragsabschlüsse. Am Mittwoch folgen die Quartalszahlen – und die dürften zeigen, ob die jüngste Euphorie gerechtfertigt ist.
Morgan Stanley sieht Potenzial
Am 15. Januar stufte Morgan Stanley die Nokia-Aktie von „Equal Weight“ auf „Overweight“ hoch. Die Analysten verweisen auf verbesserte operative Effizienz und die starke Positionierung im Rechenzentrumsmarkt. Bereits Anfang Januar hatte Kepler Capital Markets von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft. Laut MarketBeat-Daten empfehlen mittlerweile acht Analysten den Kauf, drei raten zum Halten. Das Konsensrating lautet „Moderate Buy“.
Vertragsoffensive im Netzwerkgeschäft
Nokia sicherte sich innerhalb weniger Tage gleich drei bedeutende Aufträge:
Altafiber (19. Januar): Der US-Provider setzt auf Nokias 25G-PON-Glasfasertechnologie für den Netzausbau in Ohio und Hawaii. Besonders relevant: Hawaiian Telcom will Hawaii bis Ende 2026 zum ersten vollständig glasfaserbasierten US-Bundesstaat machen.
Proximus (20. Januar): Der belgische Telekom-Konzern beauftragte Nokia mit der Modernisierung seiner Abrechnungs- und Voice-over-5G-Systeme.
SHARCNET-Supercomputer (22. Januar): Gemeinsam mit Hypertec Group installierte Nokia den Nibi-Supercomputer an der University of Waterloo. Es ist die erste AI-HPC-Datacenter-Netzwerk-Implementierung dieser Größenordnung in Nordamerika.
Quartalszahlen unter Beobachtung
Am 29. Januar vor Börseneröffnung veröffentlicht Nokia die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von rund 0,17 US-Dollar bei einem Umsatz von 6,1 Milliarden Euro. Das entspräche einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 6,31 Milliarden Euro.
Für das Gesamtjahr 2025 rechnet der Konsens mit Erlösen von 19,84 Milliarden Euro – ein Minus von 2,16 Prozent im Vergleich zu 2024. Im Fokus stehen drei Bereiche: die Entwicklung des unter Druck stehenden Mobile-Networks-Segments, das Wachstum im Network-Infrastructure-Geschäft dank KI-getriebener Datacenter-Investitionen sowie die Auswirkungen der strategischen Nvidia-Beteiligung in Höhe von einer Milliarde US-Dollar.
Die neue Segmentstruktur – ab 1. Januar 2026 gliedert sich Nokia in Network Infrastructure und Mobile Infrastructure – soll bis 2028 einen vergleichbaren operativen Gewinn von 2,7 bis 3,2 Milliarden Euro ermöglichen. Die Telefonkonferenz zu den Zahlen beginnt am 29. Januar um 11:30 Uhr finnischer Zeit.
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