Nokia: Vorstand erhält 40% der Gebühr in Aktien
Nokias Aufsichtsrat bezieht 40 Prozent der Vergütung in Aktien. Die Maßnahme soll Interessen angleichen und langfristige Bindung stärken.
Kurz zusammengefasst
- 40 Prozent Vergütung in Aktien
- Strikte Haltefrist für drei Jahre
- KI-Sparte treibt Umsatzwachstum
- Konzernumbau schreitet planmäßig voran
Nokia baut den Konzern um und profitiert massiv vom KI-Boom. Jetzt bindet das Management sein eigenes finanzielles Schicksal enger an den Aktienkurs. Alle zehn Aufsichtsratsmitglieder erhalten einen großen Teil ihrer Jahresvergütung in Form von Firmenanteilen.
Mit den Zuteilungen vom 4. Mai setzt Nokia einen Beschluss der Hauptversammlung um. Rund 40 Prozent der Vorstandsgebühren fließen in Aktien. Den Rest zahlt das Unternehmen in bar aus. Das deckt die anfallenden Steuern.
Aufsichtsratschef Timo Ihamuotila erhielt knapp 16.000 Papiere. Die übrigen Mitglieder bekamen jeweils ein Paket von durchschnittlich 7.500 Aktien zugeteilt. Nokia meldete diese Vorgänge pflichtgemäß nach der EU-Marktmissbrauchsverordnung.
Bindung an den Unternehmenserfolg
Das Gremium formierte sich erst kürzlich neu. Meredith Whittaker zog als neues Mitglied in den Aufsichtsrat ein. Neun bisherige Kontrolleure bestätigten die Aktionäre im Amt. Für alle gilt eine strikte Haltefrist.
Sie müssen die erhaltenen Aktien bis zum Ende ihrer Amtszeit behalten. Das gilt zumindest für die ersten drei Dienstjahre. Die Folge: Die Interessen der Aufsichtsräte decken sich langfristig mit denen der Kleinanleger.
KI-Fantasie treibt das Geschäft
Die Aktienpakete kommen zu einer günstigen Zeit. Nokias Börsenwert stieg in den vergangenen zwölf Monaten um 168 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Kursplus von 104 Prozent auf der Anzeigetafel.
Operativ liefert der Konzern starke Argumente für diese Rally. Besonders das Segment für Künstliche Intelligenz und Cloud-Lösungen wächst rasant. Hier verbuchte Nokia im ersten Quartal Bestellungen im Wert von einer Milliarde Euro. Der Umsatz dieser Sparte kletterte um fast die Hälfte.
Umbau läuft nach Plan
Parallel dazu treibt das Management die strategische Neuausrichtung voran. Nokia verkauft sein Geschäft mit festen drahtlosen Zugangspunkten an Inseego. Im Gegenzug sichern sich die Finnen eine Beteiligung von elf Prozent an dem Käufer. Obendrein investiert Nokia zehn Millionen US-Dollar.
Der Deal soll im vierten Quartal über die Bühne gehen. Er markiert einen weiteren Schritt des im Vorjahr angekündigten Konzernumbaus. Nokia reduziert seine vier Geschäftsbereiche auf zwei Kernsegmente. Bis Ende des Jahres will das Management über die Zukunft aller verbleibenden Randbereiche entscheiden.
Nokia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nokia-Analyse vom 6. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Nokia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nokia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nokia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...