Ein wahres Auftragsfeuerwerk und wichtige technologische Fortschritte prägten die Woche beim Windkraft-Spezialisten. Doch während das operative Geschäft brummt und strategische Meilensteine in Rostock gefeiert werden, gießen Experten Wasser in den Wein. Steht die Aktie vor dem nächsten nachhaltigen Kurssprung oder behalten die Warner am Ende recht?
Offensive in Irland und Spanien
Die Nordex Group scheint aktuell operativ alles richtig zu machen. Zum Wochenausklang meldete das Unternehmen eine beeindruckende Serie von Abschlüssen, die die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Turbinen unterstreichen. Allen voran steht ein neuer Deal mit dem Energieversorger SSE Renewables für den irischen Markt.
Für den Windpark „Drumnahough“ liefert Nordex zwölf Turbinen, kombiniert mit einem langfristigen Premium-Service-Vertrag. Dies sichert nicht nur den Umsatz durch den Verkauf der Hardware, sondern garantiert wiederkehrende Einnahmen über Jahre hinweg. Doch das war nicht die einzige Erfolgsmeldung:
- Irland: 60 Megawatt (MW) für das Projekt in Donegal (Typ N133/4.8).
- Spanien (SSE): Weitere 42 MW für zwei Projekte auf der iberischen Halbinsel.
- Spanien (Repowering): 34,2 MW für den Kunden Grupo Enhol, wobei alte Anlagen durch leistungsstärkere neue Turbinen ersetzt werden.
Strategischer Schachzug in Rostock
Neben den reinen Verkaufszahlen treibt das Management auch die technologische Unabhängigkeit voran. Die Einweihung eines neuen Teststands für Umrichter in Rostock ist mehr als nur eine Randnotiz. Durch dieses „Insourcing“ holt Nordex die Qualitätsprüfung zentraler Komponenten ins eigene Haus. Das Ziel ist klar: Weniger Abhängigkeit von Zulieferern und eine schnellere Zertifizierung für internationale Märkte.
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Der Kampf mit den Skeptikern
Trotz dieser operativen Erfolgssträhne bleibt die Stimmung an der Börse angespannt. Verantwortlich dafür sind unter anderem Analystenstimmen wie die von RBC Capital Markets. Diese bestätigten in der laufenden Woche ihr „Underperform“-Rating und rufen ein Kursziel von lediglich 22,00 Euro aus.
Diese Diskrepanz zwischen Nachrichtenlage und Analysteneinschätzung hinterlässt Spuren im Kursbild. Zwar legte das Papier seit Jahresanfang (YTD) eine fulminante Performance von 119,95 % hin und löste sich weit von den Tiefstständen, doch kurzfristig scheinen Anleger Gewinne mitzunehmen oder der Skepsis Gehör zu schenken. Am Freitag gab der Kurs um -2,42 % nach und ging bei 25,80 € aus dem Handel. Damit vergrößerte sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 28,24 €, das erst Mitte November markiert wurde.
Blick nach vorn
Investoren stehen nun vor einer Richtungsentscheidung. Die Charttechnik rückt die Marke von 26,50 Euro als entscheidenden Widerstand in den Fokus. Gelingt der Ausbruch, könnten die jüngsten Aufträge als Treibstoff für eine Fortsetzung der Rally dienen. Scheitern die Bullen jedoch an dieser Hürde, könnte sich das Szenario der skeptischen Analysten kurzfristig durchsetzen. Entscheidend wird nun sein, ob sich die neuen Verträge positiv in der EBITDA-Marge niederschlagen und das Vertrauen in die Profitabilität weiter stärken.
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