Nach einem historischen Rekordjahr drückt der Windanlagenbauer Nordex weiter aufs Tempo. Innerhalb weniger Tage sicherte sich das Unternehmen im deutschen Heimatmarkt neue Onshore-Aufträge über mehr als 330 Megawatt. Diese Vertragsabschlüsse offenbaren eine strategische Komponente, die für die zukünftige Profitabilität des Konzerns weitaus entscheidender ist als das reine Volumen.
An der Börse spiegelt sich diese operative Stärke deutlich wider. Mit einem Schlusskurs von 43,08 Euro am Freitag notiert das Papier nur hauchdünn unter seinem erst in der vergangenen Woche erreichten 52-Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten steht für Anleger ein massives Plus von 178,11 Prozent zu Buche.
Lukrative Serviceverträge im Fokus
Den Löwenanteil des jüngsten Erfolgs macht ein Großauftrag des langjährigen Kunden wpd aus. Für neun deutsche Projekte liefert Nordex 40 Turbinen mit einer Gesamtleistung von knapp 279 Megawatt. Kurz darauf folgte ein weiterer Zuschlag über 49 Megawatt für einen Bürgerwindpark in Nordrhein-Westfalen.
Der strategische Hebel versteckt sich in den Details der Vereinbarungen: Beide Projekte sind an Premium-Serviceverträge mit Laufzeiten von 15 beziehungsweise 25 Jahren gekoppelt. Dieses margenstarke Wartungsgeschäft liefert dem Konzern planbare Einnahmen und federt die typischen Schwankungen im klassischen Projektgeschäft ab. Die Errichtung der Anlagen, die überwiegend auf hohen Hybridtürmen installiert werden, ist für das Jahr 2027 angesetzt.
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Starkes Fundament für 2026
Die aktuelle Dynamik fußt auf den starken Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres. 2025 erwirtschaftete Nordex einen Umsatz von 7,6 Milliarden Euro bei einem Auftragseingang von 10,2 Gigawatt. Besonders die operative Marge (EBITDA), die im Schlussquartal auf 12,1 Prozent kletterte, belegt die verbesserte Kostenstruktur des Unternehmens.
Für das laufende Jahr 2026 hat das Management folgende Zielmarken definiert:
* Umsatz: 8,2 bis 9,0 Milliarden Euro
* EBITDA-Marge: 8,0 bis 11,0 Prozent
* Geplante Kapitalrückflüsse: Mindestens 50 Millionen Euro jährlich (ab 2027)
Der nächste konkrete Katalysator für die Aktie steht bereits im Kalender: Am 27. April 2026 präsentiert Nordex den Bericht zum ersten Quartal. Dieses Zahlenwerk wird erste handfeste Daten liefern, ob das Unternehmen operativ auf Kurs ist, die obere Spanne seiner Margenziele nahtlos zu erreichen.
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