Nordex Aktie: Auftragsrekord

Der Windkraftanlagenhersteller Nordex bestätigt seine Spitzenposition im deutschen Onshore-Markt und verzeichnet mit über 10.200 MW einen historischen Auftragsrekord für das Gesamtjahr 2025.

Kurz zusammengefasst:
  • Marktführer bei Onshore-Windkraft in Deutschland
  • Rekord-Auftragseingang von über 10.200 MW
  • Stabiles Preisniveau trotz starken Volumenwachstums
  • Breite Auftragsbasis in mehreren europäischen Ländern

Nordex meldet gleich zwei positive Signale: Der Windkraftspezialist verteidigt seine Marktführerschaft bei Onshore-Anlagen in Deutschland und erzielt gleichzeitig einen Rekord beim Auftragseingang für 2025. Die Frage ist: Reicht diese Kombination aus starker Marktposition und gut gefüllten Auftragsbüchern, um den jüngsten Kursschwung zu stützen?

Am Freitag schloss die Aktie bei 31,34 Euro und liegt damit rund 6 Prozent unter ihrem 52‑Wochen-Hoch, aber noch deutlich über den längerfristigen Durchschnittswerten. Nach einem Anstieg von rund 159 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten bleibt der Titel volatil, bewegt sich aber klar im oberen Bereich seiner jüngeren Handelsspanne.

Nordex

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Marktführerschaft in Deutschland untermauert

In Deutschland hat Nordex 2025 seine Spitzenposition im Onshore-Segment bestätigt. Rund 32 Prozent der neu ans Netz angeschlossenen Onshore-Windkraftanlagen stammen von dem Hersteller.

  • 285 Turbinen wurden installiert
  • Gesamtleistung: etwa 1.647 MW
  • Gesamtmarkt Deutschland: 5.232,5 MW
  • Zweites Jahr in Folge Nummer eins im Marktstammdatenregister

Die Zahlen stammen von der Fachagentur Windenergie an Land und basieren auf kundengemeldeten Inbetriebnahmen. Für Nordex sind sie ein klarer Beleg für eine starke Stellung im wichtigsten europäischen Binnenmarkt für Windenergie.

Der aktuelle technische Indikator RSI liegt mit 32 Punkten knapp oberhalb des überverkauften Bereichs. Das signalisiert, dass die jüngsten Kursrückgänge eher eine Konsolidierung nach dem starken Jahreslauf als einen Trendbruch darstellen.

Rekord-Auftragseingang sorgt für Planungssicherheit

Besonders ins Auge fällt der Auftragseingang für das Gesamtjahr 2025. Nordex meldet mit 10.214 MW einen neuen Rekord und legt damit im Vergleich zu 2024 um 22,5 Prozent zu. Die Auftragsbücher sind damit gut gefüllt und verschaffen dem Unternehmen hohe Visibilität für die kommenden Jahre.

Im Detail:

  • Auftragseingang Gesamtjahr 2025: 10.214 MW (+22,5 % ggü. 2024)
  • Q4/2025: 3.552 MW (Vorjahr: 3.253 MW)
  • Auftragswert Q4: 3.175 Mio. Euro (Vorjahr: 2.889 Mio. Euro)
  • Durchschnittlicher Verkaufspreis 2025: 0,91 Mio. Euro/MW
  • Durchschnittlicher Verkaufspreis Q4/2025: 0,89 Mio. Euro/MW (unverändert zum Vorjahresquartal)

Auffällig: Das Preisniveau bleibt stabil, obwohl das Volumen deutlich steigt. Für einen Anlagenbauer, der in einem wettbewerbsintensiven Umfeld agiert, ist das eine wichtige Botschaft – Margendruck durch aggressive Preiskämpfe ist in diesen Zahlen zumindest nicht erkennbar.

Breite Auftragsbasis in Europa

Neben dem Heimatmarkt Deutschland treiben insbesondere europäische Projekte den Auftragsbestand. Nordex konnte zum Jahresende weitere Großaufträge einwerben und verteilt sein Geschäft auf mehrere Länder und Kunden.

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Spanien: 246 MW für verschiedene Projekte

In Spanien orderten unabhängige Stromerzeuger Ende 2025 insgesamt 38 Windturbinen mit einer Leistung von 246 MW. Die Anlagen gehen in Projekte in den Provinzen Teruel, Navarra, Burgos und León.

Hervorzuheben ist ein Erstauftrag des Stromerzeugers Nadara: Für den Windpark Castillo 1 wurden 12 Turbinen des Typs N163/6.X mit 75 MW Gesamtleistung bestellt. Solche Erstaufträge sind strategisch wichtig, weil sie oft die Basis für weitere Folgeprojekte legen.

Frankreich, Belgien und Portugal: 414 MW für 2027

In Frankreich, Belgien und Portugal sicherte sich Nordex Aufträge über 78 Turbinen mit mehr als 414 MW Gesamtkapazität. Die Anlagen sind für 15 Windenergieprojekte vorgesehen, die ab 2027 beliefert werden sollen.

Damit baut das Unternehmen einen mittelfristigen Auftragskorridor in westeuropäischen Märkten auf. Liefertermine ab 2027 zeigen, dass die Pipeline nicht nur kurzfristig gut gefüllt ist, sondern auch darüber hinaus Sichtbarkeit bietet.

Deutschland: 224 MW von UKA

Zusätzlich legte der deutsche Projektentwickler UKA nach und bestellte Turbinen mit einer kombinierten Leistung von 224 MW für Windparks in Deutschland. Für Nordex stärkt das die Position auf dem Heimatmarkt und ergänzt die bereits hohe Inbetriebnahmequote im Bundesgebiet.

Fundament für 2026 und darüber hinaus

Mit dem Rekord-Auftragseingang geht Nordex in das neue Geschäftsjahr 2026. Die Schwerpunkte bleiben Europa und Kanada, aus denen im vierten Quartal 2025 die meisten Bestellungen kamen – insbesondere aus Deutschland, Kanada und Frankreich.

In Summe hat Nordex weltweit rund 57 GW an Leistung in über 40 Märkten installiert. 2024 erzielte der Konzern einen Umsatz von rund 7,3 Mrd. Euro bei mehr als 10.400 Mitarbeitern. Auf dieser Basis wirken die aktuellen Auftragszahlen wie eine Fortsetzung des Wachstumskurses.

Charttechnisch notiert die Aktie mit einem Abstand von rund 8,7 Prozent über dem 50‑Tage-Durchschnitt und gut 38 Prozent über der 200‑Tage-Linie. Damit ist der mittelfristige Aufwärtstrend intakt, auch wenn die hohe annualisierte 30‑Tage-Volatilität von rund 64 Prozent zeigt, dass Anleger weiterhin mit deutlichen Schwankungen rechnen müssen.

Für die kommenden Monate dürfte entscheidend sein, wie effizient Nordex den umfangreichen Auftragsbestand in Umsatz und Ertrag umsetzt und ob das Unternehmen das stabile Preisniveau in einem wachsenden, aber kompetitiven Markt halten kann.

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