Nordex Aktie: Rumänien-Projekt nimmt Fahrt auf
Nordex startet Turbinenfertigung für den 392-MW-Windpark Pestera II in Rumänien. Das Projekt mit 56 Anlagen soll 2028 ans Netz gehen.
Kurz zusammengefasst
- Turbinenproduktion für Pestera II gestartet
- 56 Windkraftanlagen mit je 7 MW
- Inbetriebnahme für das Jahr 2028 geplant
- Aktie scheitert an der 50-Euro-Marke
Nordex hat heute einen konkreten Fortschritt beim Windparkprojekt Pestera II vermeldet: Die Turbinenfertigung hat offiziell begonnen, erste vorbereitende Arbeiten am Standort laufen. Für ein Projekt dieser Größenordnung ist das ein handfester Meilenstein.
Was hinter dem Projekt steckt
Pestera II ist kein kleines Vorhaben. Der Windpark in der rumänischen Region Dobrogea umfasst 56 Turbinen des Typs N163/6.X mit je 7 MW Nennleistung — zusammen 392 MW. Auftraggeber ist Copenhagen Infrastructure Partners. Der Auftrag war in Q4 2025 eingegangen, nun rollt die Umsetzung an.
Die Wahl des Standorts ist nicht zufällig. Dobrogea im Südosten Rumäniens gilt wegen stabiler Windverhältnisse und der Nähe zu bestehender Netzinfrastruktur als einer der attraktivsten Windkraft-Standorte Osteuropas. Parallel zur Turbinenfertigung wurden bereits Verträge für Komponenten mit langen Vorlaufzeiten abgeschlossen — darunter Ankerkörbe. Die Fundamentarbeiten sollen in den kommenden Monaten beginnen, die Inbetriebnahme ist für 2028 geplant.
Chartbild trübt die Stimmung
An der Börse kommt die Meldung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Aktie hatte zuletzt die Widerstandszone um 50 Euro angelaufen — einem Bereich, dessen Überwindung das Chartbild klar aufgehellt hätte. Der Ausbruch misslang, Gewinnmitnahmen setzten ein.
Fundamental läuft es beim Hamburger Windanlagenbauer indes besser. Im ersten Quartal 2026 konnte Nordex die operative Marge deutlich steigern, der Jahresumsatz lag 2025 bei rund 7,6 Milliarden Euro. Das Osteuropageschäft baut das Unternehmen konsequent aus — Pestera II ist ein weiterer Baustein dieser Strategie.
Ob der operative Rückenwind am Ende auch die charttechnische Hürde bei 50 Euro überwindet, wird sich zeigen, sobald neue Auftragsmeldungen oder Quartalszahlen das Sentiment wieder drehen.
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