Nordex Aktie: Sell-Rating trifft Jahreshoch
Nordex erzielt im ersten Quartal 2026 höhere Verkaufspreise bei geringerem Auftragsvolumen. Ein Analyst stuft die Aktie auf Sell herab, da die Bewertung als überzogen gilt.

Kurz zusammengefasst
- Auftragsvolumen im ersten Quartal gesunken
- Durchschnittlicher Verkaufspreis gestiegen
- Sell-Rating wegen überzogener Bewertung
- Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch
Nordex startet 2026 mit weniger Auftragsvolumen, aber höheren Preisen — und gerät trotzdem unter Druck. Ein neues Sell-Rating sorgt für Gesprächsstoff, während die Aktie nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch notiert.
Weniger Megawatt, mehr Marge
Im ersten Quartal 2026 sicherte sich Nordex Aufträge über 1.869 Megawatt. Das sind rund 313 MW weniger als im Vorjahreszeitraum. Der durchschnittliche Verkaufspreis kletterte jedoch von 0,87 auf 0,91 Mio. Euro pro Megawatt. Das Management setzt bewusst auf Profitabilität statt Volumen.
292 Windenergieanlagen gingen in 13 Länder. Die stärksten Märkte: Deutschland, die Türkei und Schweden. CEO José Luis Blanco sprach von einem „erwartungsgemäßen“ Start und zeigte sich zuversichtlich für das restliche Jahr.
Jefferies lobt, MWB Research warnt
Soweit so gut. Analyst Mühlenbruch von MWB Research sieht das anders. Er stufte die Aktie auf „Sell“ herab — mit dem Argument, die Bewertung sei inzwischen überzogen. Die soliden Quartalszahlen ändern daran in seiner Einschätzung nichts.
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Jefferies bewertet die Preisgestaltung hingegen als solide. Der Kurs reagierte am Vortag mit einem leichten Rücksetzer. Aktuell notiert die Aktie bei rund 45,56 Euro — nur etwa 1,3 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 46,18 Euro. Seit Jahresanfang hat der Titel rund 51 Prozent zugelegt.
Repowering als Wachstumschance
Das Marktumfeld für Onshore-Wind bleibt aktiv. Konkurrent Statkraft kündigte an, massiv in das Repowering norwegischer Windparks zu investieren. Solche Modernisierungsprojekte — alte Standorte mit leistungsstärkeren Turbinen ausstatten — gelten als struktureller Wachstumstreiber für Hersteller wie Nordex.
Geopolitische Unsicherheiten bremsen die Stimmung in der Industrie. Nordex setzt deshalb auf Märkte mit stabilen Rahmenbedingungen. Ob das Sell-Rating von MWB Research einen breiteren Stimmungswechsel einleitet oder nur eine Einzelmeinung bleibt, wird der weitere Kursverlauf in den nächsten Wochen zeigen — zumal die Aktie auf dem aktuellen Niveau kaum noch Puffer nach oben hat.
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