Nordex Aktie: Servicegeschäft sichert Planbarkeit
Bestellungen aus drei europäischen Regionen umfassen 35 Anlagen; die Serviceverträge reichen über bis zu 25 Jahre.

Kurz zusammengefasst
- 35 Windenergieanlagen aus Europa bestellt
- Serviceverträge laufen bis zu 25 Jahre
- 228 Megawatt fließen ins dritte Quartal
- Analysten kalkulieren mit 2,6 Gigawatt
Nordex bekommt Nachschub aus Europa, und der eigentliche Wert liegt weniger in den Turbinen als in den Verträgen drumherum. Der Windturbinenbauer meldet Aufträge über 228 Megawatt, die bis zu 25 Jahre Service einschließen.
Was hinter den Aufträgen steckt
Ende September gingen mehrere Bestellungen für insgesamt 35 Windenergieanlagen ein. Sie stammen aus Süd-, Mittel- und Osteuropa. Nordex liefert und errichtet die Anlagen und betreut sie anschließend über lange Zeiträume. Namen von Kunden und Projekten nannte das Unternehmen nicht.
Gerade die langen Servicelaufzeiten dürften Investoren gefallen. Sie vergrößern die installierte Basis und sorgen für wiederkehrende Erlöse, die weniger schwanken als das Projektgeschäft mit Neuanlagen.
Die Messlatte fürs dritte Quartal
Nordex veröffentlicht Auftragseingänge üblicherweise vor den Quartalsberichten. Für den Zeitraum von Juli bis September erwarten befragte Analysten rund 2,6 Gigawatt. Im zweiten Quartal waren es fast 3,1 Gigawatt. Die neuen 228 Megawatt zählen noch zum dritten Quartal und fließen damit in diese Bilanz ein.
Die Aktie gab zuletzt um rund 0,5 Prozent auf 36,98 Euro nach. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von gut einem Viertel zu Buche.
Rückenwind und Unsicherheit in den USA
Zu den stärksten Märkten zählen Deutschland, die USA und die Türkei. In den USA sorgt die Politik von Präsident Donald Trump, der Erneuerbaren Energien kritisch gegenübersteht, für Unsicherheit über die langfristige Rolle der Windkraft. Dem steht ein stark wachsender Strombedarf gegenüber, nicht zuletzt durch KI-Rechenzentren. Nordex hat die Produktion vor Ort ausgebaut.
Das Unternehmen beschäftigte Ende Juni mehr als 11.500 Mitarbeiter und fertigt in Deutschland, Spanien, Brasilien, Indien, der Türkei und den USA. Die Zahl der Auftragseingänge für das dritte Quartal dürfte Nordex vor der Vorlage der Quartalszahlen veröffentlichen. Dann zeigt sich, ob die Marke von 2,6 Gigawatt erreicht wird.
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