Beim Windkraftanlagenbauer Nordex verschieben sich die Machtverhältnisse: Der Großaktionär Skion hat sich von einem Teil seiner Beteiligung getrennt, BlackRock meldet neue Stimmrechte. Doch während die Aktionärsstruktur in Bewegung gerät, läuft das operative Geschäft auf Hochtouren – mit Rekordaufträgen und einem mehrjährigen Großvertrag im Rücken.
Die wichtigsten Entwicklungen:
- BlackRock erhöht Gesamtanteil auf 4,41 Prozent der Stimmrechte
- Skion platziert sieben Millionen Aktien zu 32,15 Euro
- Auftragseingang 2025 klettert auf Rekordniveau von 10.214 MW
- VERBUND-Rahmenvertrag sichert Pipeline bis 2030
Aktionärskreis im Umbruch
Am Montag meldete der US-Vermögensverwalter BlackRock eine Aufstockung seiner Position. Insgesamt hält das Unternehmen nun 4,41 Prozent der Stimmrechte – aufgeteilt in 2,99 Prozent direkte Beteiligung über Aktien und weitere 1,42 Prozent über Finanzinstrumente. Die Schwelle wurde am 28. Januar überschritten.
Hintergrund ist eine Aktienplatzierung der Beteiligungsgesellschaft Skion vom 29. Januar. Der Großaktionär trennte sich von sieben Millionen Nordex-Anteilen zum Stückpreis von 32,15 Euro. Die Maßnahme erhöht den Streubesitz und verschafft dem Titel potenziell mehr Liquidität.
Operatives Momentum bleibt intakt
Die Kursreaktion auf die Platzierung fiel moderat aus – und das hat Gründe. Mitte Januar präsentierte Nordex Zahlen, die das Fundament für die weitere Entwicklung bilden. Der Auftragseingang 2025 erreichte mit 10.214 MW ein neues Allzeithoch, ein Plus von 22,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein im vierten Quartal kamen Aufträge über 3.552 MW herein.
Entscheidend für die Margenaussichten: Der durchschnittliche Verkaufspreis blieb mit 0,91 Millionen Euro pro Megawatt stabil. Im deutschen Heimatmarkt baute Nordex die Führungsposition aus und zeichnete 2025 für knapp 32 Prozent aller neuen Onshore-Installationen verantwortlich.
Den strategischen Rahmen erweiterte Nordex Mitte Januar durch einen mehrjährigen Vertrag mit VERBUND Green Power. Bis 2030 sollen Windturbinen mit einer Gesamtkapazität von bis zu 700 MW geliefert werden – verteilt auf mehrere europäische Märkte.
Zahlen rücken näher
Am 26. Februar folgt der Jahresfinanzbericht für 2025. Dann wird sich zeigen, wie sich die robusten Auftragseingänge in Umsatz und Ergebnis niedergeschlagen haben. Die Hauptversammlung ist für den 5. Mai terminiert.
Mit einem RSI von 32 bewegt sich die Aktie technisch im überverkauften Bereich. Der Kurs notiert deutlich über allen relevanten gleitenden Durchschnitten und hat seit Jahresbeginn knapp zwölf Prozent zugelegt.
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