Novartis Aktie: 105 Millionen für Antares
Novartis investiert bis zu 1,9 Milliarden Dollar in Antares, um Medikamente gegen bislang nicht behandelbare Krebs-Targets zu entwickeln.

Kurz zusammengefasst
- Strategische Partnerschaft mit Antares Therapeutics
- Fokus auf schwer angreifbare Krebsproteine
- Vorauszahlung von 105 Millionen Dollar
- Antares bringt innovative Wirkstoff-Plattform ein
Der Pharmakonzern Novartis geht eine strategische Partnerschaft mit dem US-Biotech Antares Therapeutics ein. Ziel ist die Entwicklung von Medikamenten gegen Krebs-Targets, die bisher als kaum behandelbar galten.
Die finanzielle Seite des Deals: Novartis zahlt zunächst 105 Millionen US-Dollar. Kommen alle Forschungs- und Entwicklungsmeilensteine, fließen insgesamt bis zu 1,9 Milliarden US-Dollar. Hinzu kommen gestaffelte Umsatzbeteiligungen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.
Die Technologie dahinter
Antares bringt eine kovalente Drug-Discovery-Plattform mit. Diese soll Proteine angreifen können, die lange als „intractable“ – also therapeutisch nicht erreichbar – eingestuft wurden. Novartis sichert sich die Option, vielversprechende Wirkstoffkandidaten zu lizenzieren und weiterzuentwickeln. Die Forschung selbst leitet Antares.
Das junge Unternehmen wurde im Juni 2025 als Spin-out von Scorpion Therapeutics gegründet. Eine Series-A-Finanzierung von 177 Millionen US-Dollar brachte es damals. Das eigene Lead-Programm soll noch 2026 in die klinische Prüfung gehen.
Warum dieser Deal für Novartis zählt
Der Konzern erzielte im vergangenen Jahr 16,8 Milliarden US-Dollar Umsatz in der Onkologie. Externe Partnerschaften sind für Novartis ein zentraler Hebel, um die Pipeline zu füllen. Der Wettbewerb um spezialisierte Plattformen für Moleküldesign wird härter – sie entscheiden zunehmend über Erfolg in der frühen Wirkstoffentwicklung.
Die Aktie notiert bei 134,92 Euro, ein Minus von 0,07 Prozent zum Vortag. Vom 52-Wochen-Hoch bei 144,30 Euro ist sie rund 6,5 Prozent entfernt. Auf Jahressicht steht ein Plus von knapp 15 Prozent. Der RSI von 61,4 signalisiert eine neutrale Lage – weder überkauft noch überverkauft.
Das Potenzial des Deals ist klar: Sollte die Antares-Plattform tatsächlich Wirkstoffe gegen bisher „undruggable“ Targets liefern, wäre das mehr als nur eine Pipeline-Ergänzung. Es wäre ein Sprung nach vorn in einem Feld, in dem die Konkurrenz ebenfalls fieberhaft sucht.
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