Novartis Aktie: Morgan Stanley senkt Kursziel auf 156 USD
Morgan Stanley reduziert das Novartis-Kursziel; Kongressdaten, Quartalszahlen und Pipeline-Vereinbarungen prägen den Oktober.

Kurz zusammengefasst
- Morgan Stanley senkt Kursziel auf 156 USD
- 46 Abstracts für MSToronto2026 vorgesehen
- Quartalszahlen am 27. Oktober erwartet
- Abogen-Vertrag umfasst 575 Millionen USD Vorauszahlung
Medienberichten zufolge hat Analyst Thibault Boutherin von Morgan Stanley am Dienstag das Kursziel für Novartis von 170 USD auf 156 USD gesenkt. Die Einstufung beließ der Experte unverändert auf „Overweight“. Die Neubewertung fällt in eine Phase, in der sich die Weichen für die mittelfristige Pipeline des Basler Pharmakonzerns neu stellen.
An der Börse zeigt sich der Schweizer Wert heute stabil. Das Papier legte um 0,7 Prozent auf 127,92 Euro zu. Damit notiert der Titel elf Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 144,30 Euro.
Wichtige Datenpunkte im Oktober
Für Anleger richtet sich das Augenmerk nun auf richtungsweisende Termine im laufenden Monat. Am 23. Oktober will Novartis auf dem Fachkongress MSToronto2026 insgesamt 46 wissenschaftliche Abstracts präsentieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Phase-III-Daten der Studien REMODEL-1 und REMODEL-2 zum Wirkstoff Remibrutinib bei schubförmiger Multipler Sklerose.
Im direkten Anschluss an die wissenschaftliche Vorstellung plant das Unternehmen eine virtuelle Investorenveranstaltung, um die Studienergebnisse und deren kommerzielle Tragweite für das Multiple-Sklerose-Portfolio einzuordnen.
Nur wenige Tage später folgt der finanzielle Zwischenstand: Am 27. Oktober wird Novartis die Geschäftszahlen für das dritte Quartal sowie die ersten neun Monate 2026 vorlegen. Marktteilnehmer erwarten Aufschluss darüber, wie sich das operative Geschäft vor dem Hintergrund jüngster Portfoliomaßnahmen entwickelt hat.
Pipeline-Ausbau im Fokus
Zusätzliche Dynamik erhält die Pipeline durch jüngste Erweiterungen. Am 2. Oktober schloss der Konzern einen Lizenz- und Optionsvertrag mit Abogen Biosciences ab. Die Vereinbarung sichert Novartis weltweite Rechte an ABO2203 sowie Optionen auf zusätzliche Programme der dortigen RNA-Plattform.
Für den Zugang zahlte der Konzern 575 Millionen USD vorab. Abhängig von Entwicklungs- und Zulassungsschritten können Meilensteinzahlungen von bis zu rund 7,2 Milliarden USD sowie spätere Umsatzbeteiligungen fällig werden.
Zudem verbuchte der Konzern mit Remibrutinib unter dem Markennamen Rhapsido jüngst Fortschritte, nachdem die US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung als erste Behandlung für Erwachsene mit symptomatischem Dermographismus bei unzureichender Wirkung von H1-Antihistaminika erteilte.
Gestern meldete Novartis zudem das Erreichen der Spitzenkategorie Tier 1 im CCLA Corporate Mental Health Benchmark 2026 für Initiativen zur psychischen Mitarbeitergesundheit. Mit der Vorlage der Quartalsergebnisse und den Kongressdaten Ende Oktober stehen die nächsten Prüfsteine für die Geschäftsentwicklung bevor.
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