Novartis: Pluvicto wächst 70 Prozent

Novartis erhält EU-Zulassung für Immunologie-Präparat Rhapsido und treibt mit starken Onkologie-Umsätzen die Wachstumsstrategie voran.

Redaktion Stock-World ·
Novartis Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • EU genehmigt orale Nesselsucht-Therapie
  • Kisqali-Umsatz steigt um 55 Prozent
  • Milliardenschwere Übernahmen abgeschlossen
  • Aktienrückkauf-Programm in Höhe von zehn Milliarden

Novartis stemmt sich gegen den drohenden Umsatzschwund bei seinem Kassenschlager Entresto. Mit der EU-Zulassung für das neue Immunologie-Präparat Rhapsido liefert der Basler Pharmakonzern nun ein wichtiges Argument für seine Wachstumsstrategie. An der Börse kommt die Nachricht gut an: Die Aktie legt um 3,78 Prozent auf 122,90 Euro zu. Damit notiert das Papier seit Jahresbeginn rund 4,5 Prozent im Plus.

Neue Impulse in der Immunologie

Die Europäische Kommission hat Rhapsido als erste orale Therapie gegen chronische Nesselsucht genehmigt. Das Medikament ist ein zentraler Baustein der Strategie von CEO Vas Narasimhan, die er als „Pipeline-in-a-pill“ bezeichnet. Marktbeobachter sehen darin einen notwendigen Schritt, um die Erosion bei älteren Blockbustern aufzufangen.

Parallel dazu treibt die Onkologie-Sparte das Geschäft an. Das Brustkrebsmittel Kisqali steigerte den Umsatz währungsbereinigt um 55 Prozent auf 1,52 Milliarden US-Dollar. Indes wuchs die Radioligandentherapie Pluvicto um 70 Prozent.

Solche Erfolge in der Krebsforschung sind für den Konzern essenziell, um die Abhängigkeit von auslaufenden Patenten zu verringern. Die Therapie Scemblix verzeichnete im gleichen Schritt ein Plus von 79 Prozent. Das Multiple-Sklerose-Mittel Kesimpta steuerte derweil 1,16 Milliarden US-Dollar zum Ergebnis bei.

Milliardeninvestitionen und Kapitalrückgabe

Neben der organischen Entwicklung setzt Novartis verstärkt auf Zukäufe. Vor wenigen Wochen schloss der Konzern die 12 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von Avidity Biosciences ab. Damit stärkt das Unternehmen seine Präsenz bei neuromuskulären Erkrankungen deutlich.

Hinzu kommt der Erwerb von Excellergy für rund zwei Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen nutzt seinen Cashflow außerdem für Aktienrückkäufe. Vom laufenden Zehn-Milliarden-Programm stehen aktuell noch 6,1 Milliarden US-Dollar zur Verfügung.

Für das Gesamtjahr 2026 hält der Vorstand an seiner Prognose fest und erwartet ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Das bereinigte operative Ergebnis könnte derweil leicht sinken, da hohe Investitionen in Forschung und die Integration der neuen Zukäufe das Budget belasten. Im zweiten Halbjahr folgen wichtige Studiendaten zum Herz-Kreislauf-Kandidaten Pelacarsen. Diese Ergebnisse dürften die langfristige Bewertung des Konzerns maßgeblich beeinflussen.

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Novartis Aktie

125,22 EUR

+ 1,72 EUR +1,39 %
KGV 21,37
KUV 3,89
Sektor Gesundheitswesen
Div.-Rendite 4,02 %
Marktkapitalisierung 221,36 Mrd. CHF
Ø Kursziel 152,83 USD
ISIN: CH0012005267 WKN: 904278

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