Novo Nordisk: 5–13% Gewinnrückgang erwartet

Der dänische Pharmakonzern erwartet sinkende Umsätze und Gewinne, investiert aber weiter in Aktienrückkäufe und eine strategische Allianz mit OpenAI.

Felix Baarz ·
Novo Nordisk Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Management erwartet Umsatz- und Gewinnrückgang
  • Massive Investitionen in US-Lobbyarbeit
  • Aktienrückkaufprogramm über Milliardenbeträge
  • Strategische KI-Partnerschaft mit OpenAI

In Washington fließen die Millionen, an der Börse schmelzen die Milliarden. Novo Nordisk rüstet sich auf politischer Ebene für ein schwieriges Jahr. Der dänische Pharmakonzern kämpft an mehreren Fronten gegen sinkende Preise und den Verlust von Marktanteilen.

Frische Dokumente zeigen den Umfang der regulatorischen Risiken. Im ersten Quartal 2026 investierte Novo Nordisk rund 1,3 Millionen US-Dollar in amerikanische Lobbyarbeit. Die Themenliste ist lang und reicht von der Kostenübernahme für Adipositas-Medikamente bis hin zu Patentfragen. CEO Mike Doustdar bereitet den Markt bereits auf harte Zeiten vor. Er rief 2026 zum „Jahr des Preisdrucks“ aus.

Konkret erwartet das Management einen währungsbereinigten Rückgang bei Umsatz und operativem Gewinn von bis zu 13 Prozent. Generika-Konkurrenz und auslaufende Patente für den Wirkstoff Semaglutid in Ländern wie Kanada und China belasten das Geschäft. An der Börse hinterlässt diese Aussicht tiefe Spuren. Die Aktie notiert aktuell bei 33,59 Euro, was einem massiven Wertverlust seit Jahresbeginn entspricht. Ein RSI-Wert von 24,6 signalisiert mittlerweile eine stark überverkaufte Situation.

Umbau und Aktienrückkäufe

Ungeachtet der operativen Gegenwinde treibt der Konzern sein Kapitalrückführungsprogramm voran. Bis Anfang Mai läuft eine Tranche über 3,8 Milliarden Dänische Kronen, die Teil eines größeren, milliardenschweren Rückkaufplans ist.

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Parallel dazu baut Novo Nordisk die eigene Belegschaft um. Nach dem Abbau von etwa zehn Prozent der Stellen im Vorjahr stellt das Unternehmen nun wieder gezielt ein. Rund 2.000 neue Mitarbeiter stoßen dieses Jahr zum Konzern. Da die freiwillige Fluktuation das Wachstum ausgleicht, bleibt die Gesamtbelegschaft unter dem Strich stabil.

KI-Pakt gegen den Konkurrenzdruck

Auf strategischer Ebene sucht Novo Nordisk den Schulterschluss mit der Technologiebranche. Eine neue Partnerschaft mit OpenAI soll die Entwicklung neuer Medikamente massiv beschleunigen. Der Pharmariese will künstliche Intelligenz nutzen, um komplexe Datensätze zu analysieren und vielversprechende Wirkstoffe schneller zur Marktreife zu bringen. Pilotprojekte in Forschung und Produktion starten in Kürze. Bis Ende 2026 strebt das Management eine vollständige Integration der KI-Systeme an.

Finanzielle Details zu dem OpenAI-Deal nennt das Unternehmen nicht. Die Kooperation unterstreicht jedoch den Handlungsdruck im intensiven Wettbewerb mit Rivalen wie Eli Lilly. Im Mai legt Novo Nordisk die Zahlen für das abgelaufene Quartal vor. Dann muss der Vorstand belegen, ob die politischen Bemühungen in Washington ausreichen, um den drohenden Margenverfall im US-Kerngeschäft abzufedern.

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Novo Nordisk Aktie

33,30 EUR

– 1,31 EUR -3,77 %
KGV 11,31
Sektor Gesundheitswesen
Div.-Rendite 4,55 %
Marktkapitalisierung 1,16 Bio. EUR
ISIN: DK0062498333 WKN: A3EU6F

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