Novo Nordisk: 99% weniger Blutungen mit denecimig
Novo Nordisk erzielt Studienerfolg bei Hämophilie, während Generika-Konkurrenz für Ozempic den Aktienkurs belastet.

Kurz zusammengefasst
- Phase-3-Erfolg bei Hämophilie-Wirkstoff
- Erste Ozempic-Generika in Kanada zugelassen
- Aktie mit deutlichem Jahresverlust
- Quartalszahlen am 6. Mai erwartet
Novo Nordisk meldet einen medizinischen Durchbruch bei der Behandlung von Bluterkrankheit. Die Börse reagiert darauf negativ. Der Grund liegt im Kerngeschäft. Dort wächst der Druck auf das lukrative Monopol der Abnehmspritzen.
Erfolg bei seltenen Krankheiten
Die Dänen präsentieren starke Daten aus der klinischen Phase-3-Studie für den Wirkstoff Denecimig. Das Mittel richtet sich gegen Hämophilie A. Eine monatliche Dosis senkte die Blutungsrate der Patienten um 99 Prozent.
Das Präparat schlägt damit auch bisherige vorbeugende Behandlungen deutlich. Hier zeigte sich eine Reduktion der Blutungen um 43 Prozent. Novo Nordisk hat bereits im vergangenen September die US-Zulassung beantragt.
Der Markt für seltene Krankheiten gewinnt branchenweit an Fahrt. Erst am Mittwoch kaufte die Chiesi Group den Spezialisten KalVista für 1,9 Milliarden US-Dollar. Novo Nordisk positioniert sich in diesem Umfeld erfolgreich neu.
Konkurrenz im Kerngeschäft
Diese strategischen Fortschritte verpuffen am Aktienmarkt. Investoren blicken besorgt auf das Stoffwechsel-Segment. Die kanadische Gesundheitsbehörde hat soeben die erste Generika-Version des Kassenschlagers Semaglutide zugelassen.
Das günstigere Präparat stammt von Dr. Reddy’s Laboratories. Kanada erlaubt damit als erstes G7-Land eine direkte Kopie von Ozempic. Parallel dazu winkte die US-Behörde FDA eine neue tägliche Abnehmpille eines großen Konkurrenten durch.
Blick auf die Zahlen
Die Aktie spiegelt diese Unsicherheit wider. Am Mittwoch schloss das Papier bei 34,55 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 23 Prozent auf der Anzeigetafel.
Auf Jahressicht verlor der Titel sogar über 41 Prozent an Wert. Ein RSI-Wert von 24,9 signalisiert mittlerweile eine stark überverkaufte Situation.
Am 6. Mai folgen die Quartalszahlen. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 0,87 US-Dollar. Ein laufendes Aktienrückkaufprogramm über bis zu 15 Milliarden dänische Kronen stützt den Kurs derweil.
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