Novo Nordisk Aktie: Denecimig-Studie im NEJM veröffentlicht
Novo Nordisk erholt sich dank besserer Erlöse, doch Analysten bleiben gespalten. Das US-Geschäft bremst, während Wegovy und die Pipeline Hoffnung geben.
Kurz zusammengefasst
- Quartalszahlen übertreffen Umsatzerwartungen
- Analysten uneins über Aktienbewertung
- US-Geschäft bleibt der Schwachpunkt
- Hämophilie-Medikament Denecimig als Hoffnungsträger
Novo Nordisk hat eine Woche hinter sich, die mehr zeigt als nur die Erholung nach den Zahlen. Der Markt honoriert bessere Erlöse und eine höhere Prognose. Parallel wächst der Zweifel, ob das Wachstum im wichtigen US-Geschäft schnell genug zurückkommt.
Die Aktie schloss am Freitag bei 38,51 Euro und verlor 1,95 Prozent. Auf Monatssicht bleibt ein Plus von 11,57 Prozent. Der längere Blick bleibt schwach: Seit Jahresanfang liegt der Titel 13,81 Prozent im Minus, auf Zwölfmonatssicht sogar 35,02 Prozent.
Zahlen liefern Rückenwind
Auslöser der Erholung waren die Quartalszahlen. Der Umsatz lag mit 14,97 Milliarden Dollar klar über den Erwartungen, auch wegen einer einmaligen Rückstellungauflösung in den USA. Der Gewinn je Aktie verfehlte mit 1,03 Dollar allerdings die Schätzungen.
Bereinigt meldete Novo Nordisk Erlöse von 70,1 Milliarden Dänischen Kronen. Währungsbereinigt entspricht das einem Rückgang um 4 Prozent. Das zeigt, wie stark Sondereffekte das Bild prägen.
Beim Kapitalfluss sah es robuster aus. Der Nettogewinn erreichte 48,6 Milliarden Dänische Kronen. Der freie Cashflow lag bei 12,8 Milliarden Dänischen Kronen, während Dividenden und Rückkäufe zusammen 37,7 Milliarden Dänische Kronen ausmachten.
Das Management hob die Prognose für bereinigte Erlöse und das operative Ergebnis an. Treiber bleibt Wegovy. Das internationale Geschäft wächst weiter, während die USA bremsen.
Analysten bleiben gespalten
Die Reaktion der Analysten fällt auffällig uneinheitlich aus. Jefferies bleibt bei „Neutral“ und einem Kursziel von 270 Dänischen Kronen. Bernstein-Analyst Justin Smith hält an „Sell“ fest, mit einem Ziel von 175 Dänischen Kronen.
Der Analystenkonsens liegt bei 304 Dänischen Kronen. Das passt zum aktuellen Bild: Nach der Erholung ist die Aktie nicht mehr billig genug für einfache Argumente. Sie ist aber auch weit vom alten Bewertungsniveau entfernt.
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Jefferies blickt vor allem auf den Start der oralen Wegovy-Version. Die Bank warnt, dass das Mittel bestehende Umsätze stärker verdrängen könnte als erwartet. Auch Lillys orales Konkurrenzprodukt Orforglipron könnte das Wachstum im GLP-1-Markt zusätzlich bremsen.
Ein weiterer Prüfstein ist die REDEFINE-4-Studie. Dort tritt CagriSema direkt gegen Lillys Zepbound an. Jefferies sieht hier zwar einen Kurstreiber, hält eine klare Überlegenheit aber für wenig wahrscheinlich.
Pipeline jenseits von Wegovy
Abseits der Adipositas-Medikamente liefert die Hämophilie-Pipeline einen wichtigen Impuls. Das New England Journal of Medicine veröffentlichte 26-Wochen-Daten aus der Phase-3-Studie FRONTIER2 zu Denecimig, auch Mim8 genannt. Das Mittel richtet sich an Hämophilie-A-Patienten mit und ohne FVIII-Inhibitoren.
Denecimig ist ein bispezifischer Antikörper und ahmt die Funktion von Faktor VIIIa nach. Novo Nordisk verabreicht das Mittel unter die Haut. Im September 2025 reichte der Konzern den Zulassungsantrag bei der FDA ein.
BMO Capital erwartet eine mögliche US-Zulassung in der zweiten Hälfte 2026. Das wäre kein Ersatz für das GLP-1-Geschäft. Es könnte aber eine zusätzliche Erlösquelle schaffen, die weniger stark im Schatten von Wegovy steht.
Im Kerngeschäft bleiben die USA der wunde Punkt. Dort fielen die bereinigten Erlöse währungsbereinigt um 11 Prozent, während das internationale Geschäft um 6 Prozent zulegte. Die bereinigte Bruttomarge sank von 83,5 auf 80,6 Prozent.
Der nächste harte Termin ist der 5. August 2026, wenn Novo Nordisk die Halbjahreszahlen vorlegt. Dann rücken drei Punkte in den Vordergrund: US-Preise, Wegovy-Dynamik und konkrete Fortschritte bei Denecimig.
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