Novo Nordisk Aktie: NMPA lässt Wegovy in China zu

Novo Nordisk setzt den Rückkauf fort, während Kurszielsenkungen und Wachstumsrisiken auf die Aktie drücken. China eröffnet zugleich neue Chancen.

Redaktion Stock-World ·
Moderne pharmazeutische Laborumgebung mit medizinischen Geräten als Symbol für globale Marktexpansion. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • 840.000 B-Aktien Ende August erworben
  • Rückkäufe summieren sich auf 8,7 Milliarden Kronen
  • Deutsche Bank stuft Novo Nordisk ab
  • China genehmigt Wegovy für weitere Patienten

Novo Nordisk setzt sein Aktienrückkaufprogramm unbeirrt fort, während sich die Analystenmeinungen zum Konzern zuletzt eintrübten. Zwischen dem 24. und 28. August erwarb das Unternehmen 840.000 B-Aktien zu einem Durchschnittspreis von 301,37 dänischen Kronen.

Seit dem Start des Programms am 4. Februar summiert sich das Volumen damit auf knapp 31 Millionen Aktien im Gegenwert von rund 8,7 Milliarden dänischen Kronen – bei einem Gesamtrahmen von 15 Milliarden Kronen über zwölf Monate.

Der Rückkauf signalisiert Zuversicht des Managements, fällt aber in eine Phase wachsender Skepsis an den Kapitalmärkten. Die Deutsche Bank stufte die Aktie am 27. August von Hold auf Sell zurück und senkte das Kursziel auf 265 dänische Kronen.

Als Gründe nannten die Analysten schwächere Wachstumsaussichten für 2027, Rückschläge in der Pipeline – darunter das Scheitern des Wirkstoffs Ziltivekimab – sowie das Risiko eines Patentablaufs. Bereits am 12. August hatte Berenberg die Einstufung von Buy auf Hold gesenkt und das Kursziel von 50 auf 47 Dollar reduziert.

Wachstum in China als Gegengewicht

Dem skeptischen Analystenlager steht eine strategisch bedeutsame Marktöffnung in China gegenüber. Chinas Arzneimittelbehörde NMPA hat Wegovy zur Behandlung von Patienten mit einem Body-Mass-Index ab 30, beziehungsweise ab 27 bei zusätzlichen Risikofaktoren, zugelassen.

Parallel akzeptierte die Behörde den Antrag für die orale Version des Abnehmmittels – ein Markt mit enormem Potenzial, in dem Novo Nordisk damit erstmals mit der Tablettenform Fuß fassen könnte.

Zusätzlich baut der Konzern seine technologische Basis aus: Mit Amazon Web Services wurde im August eine strategische Partnerschaft angekündigt, die Arzneimittelforschung über agentische KI und Cloud-Technologien beschleunigen soll. In einem gemeinsamen Innovationszentrum in London arbeiten Ingenieure und Wissenschaftler künftig daran, den Weg von der Zielstruktur bis zur ersten Anwendung am Menschen zu verkürzen.

Kursbild bleibt angespannt

Die Aktie schloss am Freitag bei 40,10 Euro, ein Rückgang von 1,7 Prozent gegenüber dem Vortag. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 8,9 Prozent zu Buche, auf Zwölfmonatssicht beträgt der Verlust 17 Prozent.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 54,86 Euro, erreicht im Januar, trennen das Papier mittlerweile 27 Prozent. Der jüngste kurzfristige Trend zeigt allerdings leicht nach oben: Auf Sieben-Tage-Sicht legte die Aktie 1,8 Prozent zu, über 30 Tage 3,6 Prozent.

Diese Diskrepanz zwischen kurzfristiger Stabilisierung und langfristigem Abwärtstrend spiegelt die gespaltene Wahrnehmung des Konzerns wider. Während operative Erfolge wie die Zulassungen in China und die im August angehobene Jahresprognose – ein erwarteter Umsatzrückgang von 6 Prozent bis stabil statt der zuvor prognostizierten 4 bis 12 Prozent Minus – für Stabilität sprechen, bleiben Sorgen um die Wachstumsdynamik jenseits 2026 bestehen.

Richtungsweisend dürfte der Capital Markets Day am 21. September in London werden, bei dem Anleger auf konkretere Antworten zur mittelfristigen Strategie hoffen. Bis dahin bleibt der laufende Rückkauf das deutlichste Signal des Managements, dass es die aktuelle Bewertung für zu niedrig hält.

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Novo Nordisk Aktie

34,42 EUR

+ 0,45 EUR +1,34 %
KGV 9,56
KUV 3,33
Sektor Gesundheitswesen
Div.-Rendite 4,68 %
Marktkapitalisierung 1,11 Bio. DKK
Ø Kursziel 307,56 DKK
ISIN: DK0062498333 WKN: A3EU6F

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