Novo Nordisk muss gleich an mehreren Fronten liefern: In der Pipeline gab es zuletzt Rückschläge, während der Konkurrenzdruck im boomenden Markt für Abnehm- und Diabetes-Medikamente zunimmt. Jetzt setzt der Konzern auf eine neue Partnerschaft – und hält gleichzeitig an geplanten Preissenkungen in den USA fest. Kann das die Story wieder stabilisieren?
Partnerschaft als Pipeline-Impuls
Am Donnerstag kündigte Novo Nordisk eine Kooperation mit Vivtex an. Ziel ist es, neue orale Biologika der nächsten Generation gegen Adipositas und Diabetes zu entwickeln. Der Deal kann sich – inklusive Vorabzahlungen, Forschungsfinanzierung und späterer Meilensteinzahlungen – auf bis zu 2,1 Milliarden US-Dollar summieren.
Die Botschaft dahinter ist klar: Novo will seine Entwicklungs-Pipeline gezielt stärken, nachdem klinische Daten zuletzt für Gegenwind gesorgt hatten.
Preissenkungen in den USA bleiben gesetzt
Parallel dazu geht das Unternehmen mit den bereits zuvor angekündigten US-Listenpreissenkungen für seine GLP-1-Schlüsselprodukte Wegovy, Ozempic und Rybelsus weiter. Wirksam werden sollen die Anpassungen zum 1. Januar 2027.
Damit versucht Novo Nordisk, sich in einem zunehmend umkämpften Marktumfeld zu positionieren – auch wenn niedrigere Listenpreise mittelfristig die Erlösdynamik beeinflussen können.
Klinischer Dämpfer und Analysten-Reaktion
Auslöser der jüngsten Unruhe war vor allem ein Rückschlag in der Phase-3-Studie REDEFINE 4: Der Kandidat CagriSema verfehlte das zentrale Ziel, bei der Gewichtsabnahme eine Nichtunterlegenheit gegenüber Eli Lillys Tirzepatid zu zeigen. Nach 84 Wochen lag die Gewichtsreduktion mit CagriSema bei 20,2% bis 23,0%, während Tirzepatid 23,6% bis 25,5% erreichte.
Die Enttäuschung blieb am Markt nicht folgenlos. JPMorgan stufte die Aktie von „Overweight“ auf „Neutral“ herunter und senkte das Kursziel von 350 auf 250 Dänische Kronen. Zudem reduzierte die Bank ihre Umsatzprognosen für CagriSema für die Jahre 2027 bis 2030 um 40% bis 63% – ein Hinweis darauf, wie stark Analysten den kommerziellen Hebel des Kandidaten nach den Studiendaten neu bewerten.
Auch im Kursbild spiegelt sich der Druck: Mit 31,89 € markiert die Aktie heute ihr 52-Wochen-Tief.
Quartalszahlen solide, Dividende terminiert
Operativ lieferte Novo Nordisk zuletzt dennoch robuste Zahlen: Für das vierte Quartal 2025 meldete der Konzern einen Gewinn je Aktie von 1,01 US-Dollar (über den Schätzungen) sowie einen Umsatz von 12,43 Milliarden US-Dollar.
Konkreter nächster Termin für Anleger ist die anstehende halbjährliche Dividende: 1,2751 US-Dollar je Aktie, zahlbar am 8. April 2026; Ex-Tag ist der 30. März 2026.
Novo Nordisk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novo Nordisk-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Novo Nordisk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novo Nordisk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Novo Nordisk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
