Novo Nordisk blickt auf ein brutales Jahr 2025 zurück, in dem sich der Börsenwert fast halbierte. Doch zum Jahresstart 2026 verdichten sich die Anzeichen für eine Erholung. Ein entscheidendes Gerichtsurteil in China und der Start einer neuen Produktgeneration in den USA könnten den Pharma-Riesen zurück in die Spur bringen.
Wichtiger Sieg vor Gericht
Der vielleicht wichtigste Treiber für die aktuelle Stabilisierung kommt aus Asien. Der Oberste Volksgerichtshof in China hat die Gültigkeit des Patents für den Wirkstoff Semaglutid bestätigt. Diese Entscheidung ist essenziell für Novo Nordisk, da sie den „Burggraben“ gegen generische Konkurrenz sichert. Semaglutid ist die Basis für die Kassenschlager Wegovy und Ozempic; ein Patentverlust hätte hier die Türen für Nachahmerprodukte weit geöffnet. Marktbeobachter werten dieses Urteil als entscheidenden Schritt zur langfristigen Umsatzsicherung im wichtigen chinesischen Markt.
Angriff mit der Abnehmpille
Operativ geht das Unternehmen in die Offensive. Nach der FDA-Zulassung Ende letzten Jahres startet nun der Verkauf der oralen Version von Wegovy in den USA. Die Tablette bietet einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz: Sie macht tägliche Injektionen überflüssig. Klinische Daten zeigen einen Gewichtsverlust von durchschnittlich 16,6 Prozent.
Damit sichert sich Novo Nordisk einen Vorsprung von etwa zwei bis drei Monaten, bevor Konkurrenzprodukte wie Orforglipron von Eli Lilly erwartet werden. Mit einem Einführungspreis von 149 US-Dollar pro Monat zielt der Konzern aggressiv auf den Massenmarkt.
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Günstige Bewertung trifft auf harten Wettbewerb
Der massive Kursverfall der letzten zwölf Monate – die Aktie verlor rund 48 Prozent an Wert – hat das Papier fundamental deutlich günstiger gemacht. Zum Wochenschluss notierte die Aktie bei 44,61 Euro.
* Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt mit etwa 14,15 weit unter dem historischen Durchschnitt (ca. 22,50).
* Die Bewertung ist deutlich niedriger als der Sektorschnitt im Gesundheitswesen (18,4).
Trotz dieser scheinbaren Schnäppchenpreise bleibt das Umfeld herausfordernd. Konkurrent Eli Lilly konnte zuletzt mit seinem Produkt Zepbound deutlich schneller wachsen und Marktanteile gewinnen. Während Novo Nordisk im dritten Quartal 2025 um 12 Prozent wuchs, verzeichnete Lilly bei Zepbound einen Umsatzsprung von 185 Prozent.
Für eine nachhaltige Trendwende müssen die neuen oralen Präparate nun schnell messbare Umsätze liefern. Der Fokus der Anleger liegt in den kommenden Wochen vollständig auf der Umsetzung des US-Starts und den Absatzzahlen des ersten Quartals. Die Kombination aus geklärter Patentlage und niedriger Bewertung bietet zwar eine Basis, doch erst der Erfolg der neuen Tablette wird zeigen, ob der Abwärtstrend endgültig gebrochen ist.
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