Novo Nordisk: DKK 3,8 Mrd. Rückkauf abgeschlossen
Novo Nordisk startet milliardenschweren Aktienrückkauf, während der Preiskampf mit Eli Lilly um die Wegovy-Pille die Aktie belastet.

Kurz zusammengefasst
- Rückkauf von 3,8 Milliarden Kronen abgeschlossen
- Wegovy-Pille trifft auf neue Konkurrenz
- Patienten bleiben bei günstigerer Dosierung
- Quartalszahlen am Mittwoch mit Spannung erwartet
721.000 Verschreibungen in einem Quartal klingen nach einem vollen Erfolg. Bei Novo Nordisk reicht diese Zahl für die neue Wegovy-Pille jedoch kaum aus, um die tiefen Sorgen der Investoren zu zerstreuen. Der dänische Pharmakonzern hat seit seinem Rekordhoch im Jahr 2024 mehr als 400 Milliarden Dollar an Börsenwert verbrannt. Nun trifft eine hohe Nachfrage auf einen eskalierenden Preiskampf mit dem US-Rivalen Eli Lilly.
Aktuell notiert die Aktie bei 38,19 Euro. Auf Jahressicht steht ein Minus von knapp 38 Prozent auf der Kurstafel. Um das Vertrauen der Aktionäre zu stärken, greift das Management in die Kasse. Am Dienstag meldete Novo Nordisk den Abschluss der ersten Tranche eines groß angelegten Aktienrückkaufprogramms.
Für knapp 3,8 Milliarden dänische Kronen erwarb das Unternehmen Millionen eigener B-Aktien. Dies markiert den Auftakt eines Plans mit einem Gesamtvolumen von 15 Milliarden Kronen. Damit hält der Konzern nun 0,7 Prozent des eigenen Grundkapitals.
Der Kampf um den Pillen-Markt
Operativ ruhen die Hoffnungen auf der oralen Version des Abnehm-Medikaments Wegovy. Die anfängliche Nachfrage übertrifft die Erwartungen deutlich. Der Telemedizin-Anbieter LifeMD verzeichnete nach der Markteinführung im Januar eine Verdopplung der täglichen Neupatienten. Das Monopol der Dänen in den USA endete allerdings Anfang April. Eli Lilly erhielt die Zulassung für sein Konkurrenzprodukt Foundayo.
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Neben der neuen Konkurrenz drückt ein weiteres Detail auf die Stimmung. Analyst James Gordon von Barclays verweist auf eine unerwartete Dynamik bei der Dosierung. Patienten bleiben offenbar länger bei der günstigeren Einstiegsdosis oder brechen die Behandlung ganz ab. Der übliche Wechsel zu teureren, höheren Dosen verläuft schleppend. Das belastet die Umsatzperspektiven, selbst wenn die reinen Verschreibungszahlen steigen.
Quartalszahlen als Katalysator
Am Mittwoch legt Novo Nordisk die Ergebnisse für das abgelaufene Quartal vor. Im Zentrum steht die Prognose für das Gesamtjahr 2026. Im Februar hatte das Management noch einen Rückgang von Umsatz und Gewinn um bis zu 13 Prozent in Aussicht gestellt.
Einige Investoren spekulieren auf eine Anhebung der unteren Prognosespanne. Starke Quartalszahlen von Eli Lilly in der Vorwoche lieferten bereits positive Signale für das gesamte Segment der GLP-1-Präparate. Liefert Novo Nordisk am Mittwoch belastbare Beweise, dass die hohen Verschreibungszahlen der Wegovy-Pille den Margendruck kompensieren, rückt eine Stabilisierung der Aktie näher. Fällt der Ausblick erneut schwach aus, droht ein Test des jüngsten 52-Wochen-Tiefs bei 30,48 Euro.
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