Novo Nordisk: FDA streicht Semaglutide von 503B-Liste
Die FDA beendet die Ausnahmegenehmigung für Abnehmspritzen-Kopien. Novo Nordisk reagiert mit neuen Vertriebswegen und steigendem Aktienkurs.

Kurz zusammengefasst
- FDA streicht Wirkstoffe von Engpassliste
- Novo Nordisk schließt Telemedizin-Partnerschaften
- Aktie legt nach Regulierungsentscheidung zu
- Quartalszahlen am 6. Mai erwartet
Die US-Gesundheitsbehörde FDA greift hart auf dem Markt für Abnehmspritzen durch. Sogenannte Compounding-Apotheken dürfen bald keine günstigen Nachahmerpräparate von Blockbustern wie Wegovy mehr herstellen. Für Novo Nordisk bedeutet dieser Schritt das Ende einer monatelangen Grauzone.
Der Regulierer streicht die Wirkstoffe Semaglutid, Tirzepatid und Liraglutid von der Ausnahmeliste für Engpässe. Bislang durften externe Labore diese Moleküle in großen Mengen mischen, um Lieferausfälle der Originalhersteller auszugleichen. Da Novo Nordisk die Nachfrage in den USA wieder vollständig bedienen kann, sieht die FDA keinen medizinischen Bedarf mehr für diese unregulierten Kopien.
Neue Vertriebswege für Selbstzahler
Um ehemalige Käufer der Nachahmerprodukte auf das Original umzustellen, baut der dänische Pharmakonzern seine Vertriebskanäle um. Neue Partnerschaften mit Telemedizin-Anbietern wie GoodRx und WeightWatchers sollen den direkten Zugang erleichtern. Berechtigte Selbstzahler erhalten die offiziellen Medikamente auf diesen Plattformen nun ab rund 150 US-Dollar. Damit greift Novo Nordisk präzise das Preissegment an, das bisher von den Compounding-Apotheken dominiert wurde.
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An der Börse kommt das harte Durchgreifen der FDA gut an. Die Aktie kletterte heute um gut vier Prozent auf 37,45 Euro. Zwar notiert das Papier seit Jahresbeginn noch immer zweistellig im Minus, der Kurs hat sich aber spürbar von seinem jüngsten Tief gelöst.
Am 6. Mai präsentiert das Management die Quartalszahlen. Analysten erwarten einen Umsatz von gut 11 Milliarden US-Dollar bei einem Gewinn je Aktie von 0,86 Dollar. Dieser Bericht liefert den ersten konkreten Beleg, wie stark sich die ausgeweiteten Produktionskapazitäten bereits in der Bilanz niederschlagen.
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