Novo Nordisk: Q1-Umsatz 96,82 Mrd. DKK übertrifft
Der dänische Pharmakonzern übertrifft die Erwartungen dank hoher Nachfrage nach Abnehmmedikamenten und blickt optimistischer auf das Gesamtjahr.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsgewinn steigt um 67 Prozent
- Jahresprognose nach oben korrigiert
- Neue Zulassungen für Wegovy und Awiqli
- Aktie legt zeitweise über neun Prozent zu
Novo Nordisk liefert überraschend starke Quartalszahlen. Der dänische Pharmakonzern übertrifft die Markterwartungen deutlich. Das Management hebt daraufhin die Jahresprognose an. Die Nachfrage nach Medikamenten zur Gewichtsreduktion treibt das Geschäft weiter an.
Gewinnsprung trotz US-Preisdruck
Der unbereinigte Umsatz erreichte 96,82 Milliarden dänische Kronen. Damit übertraf der Konzern die Analystenschätzungen deutlich. Der Nettogewinn kletterte um 67 Prozent auf 48,56 Milliarden Kronen.
Ein genauerer Blick zeigt allerdings Risse. Die bereinigten Umsätze sanken währungsbereinigt um vier Prozent. Der Grund ist ein intensiver Preiskampf auf dem US-Markt. Dort fielen die bereinigten Einnahmen um elf Prozent.
Das Management blickt dennoch optimistischer auf das Gesamtjahr. Der Vorstand erwartet nun einen geringeren Rückgang bei Umsatz und operativem Gewinn. Die Spanne liegt jetzt zwischen vier und zwölf Prozent. Analysten von Morgan Stanley werten diesen neuen Ausblick als konservativ.
Neue Zulassungen und Preiskampf
Die Pipeline liefert parallel dazu wichtige Erfolge. Die US-Gesundheitsbehörde FDA und europäische Regulierer ließen eine hochdosierte Version von Wegovy zu. Patienten verloren in Studien damit durchschnittlich 20,7 Prozent an Gewicht. Auch das wöchentliche Basalinsulin Awiqli erhielt grünes Licht in den USA. Bei seltenen Krankheiten meldet der Konzern ebenfalls Fortschritte. Das Präparat Etavopivat erreichte in einer klinischen Studie alle Hauptziele.
Im Adipositas-Segment wuchsen die Verkäufe insgesamt um 22 Prozent. Um gegen Eli Lillys neues Medikament Foundayo zu bestehen, greift Novo Nordisk an. Der Konzern bietet sein orales Präparat in den USA ab 149 US-Dollar pro Monat an.
Die Strategie zeigt Wirkung. Etwa eine Million Patienten nutzen die Pille bereits. Achtzig Prozent davon hatten zuvor keine ähnlichen Medikamente eingenommen.
Aktie erholt sich
Anleger reagieren erleichtert auf die Ergebnisse. In Kopenhagen sprang der Kurs zeitweise um 9,2 Prozent nach oben. An den deutschen Börsen schloss die Aktie bei 39,09 Euro. Auf Monatssicht verbucht das Papier damit ein Plus von fast 23 Prozent.
Der langfristige Trend bleibt jedoch negativ. Auf Jahressicht verzeichnet die Aktie deutliche Verluste. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch ist weiterhin massiv.
Das Unternehmen schüttete im ersten Quartal 37,7 Milliarden Kronen an Aktionäre aus. Parallel dazu flossen 22,4 Milliarden Kronen in Forschung und Entwicklung. Die nächste Bewährungsprobe folgt im zweiten Halbjahr 2026. Dann startet der internationale Rollout der oralen Abnehmpille.
Novo Nordisk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novo Nordisk-Analyse vom 7. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Novo Nordisk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novo Nordisk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Novo Nordisk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...