Nu Holdings Aktie: 6 Millionen Geschäftskunden in Brasilien
Nu Holdings verzeichnet starkes Wachstum bei Geschäftskunden, während der Aktienkurs unter Druck bleibt. Das Unternehmen setzt auf Kreditdiversifizierung.

Kurz zusammengefasst
- Über 6 Millionen Firmenkunden in Brasilien
- Rekordgewinn von 871 Millionen Dollar
- Mexiko erreicht die Gewinnschwelle
- Aktie fällt auf 10,51 Euro
Nu Holdings bekommt weiter Gegenwind von der Börse. Die jüngsten Quartalszahlen belasteten den Kurs, weil höhere Rückstellungen für Kreditverluste die Stimmung drückten. Im operativen Geschäft sendet der Konzern aber ein anderes Signal. Das Geschäft mit Firmenkunden wächst schnell und rückt immer stärker in den Mittelpunkt.
Geschäftskunden gewinnen an Gewicht
Nu hat in Brasilien inzwischen mehr als 6 Millionen Geschäftskunden. Der Fokus liegt auf Mikro- und Kleinunternehmen, vor allem auf MEIs. Für diese Gruppe hat das Unternehmen spezialisierte Kreditlinien eingeführt, darunter Angebote zur Forderungsfinanzierung und für Betriebskapital.
Das passt zur Strategie, das Kreditgeschäft breiter aufzustellen. Das gesamte Kreditportfolio ist zuletzt auf 37,2 Milliarden Dollar gewachsen. Nu baut damit nicht nur Reichweite auf, sondern auch mehr Ertragspotenzial jenseits des klassischen Privatkundengeschäfts.
Wachstum trifft auf Kreditrisiken
Die Expansion kommt in einem anspruchsvollen Umfeld. Die NPL-Quote im 15- bis 90-Tage-Bereich lag zuletzt bei 5,0 Prozent. Das Management sieht darin aber keinen Hinweis auf eine grundlegende Verschlechterung der Portfolioqualität.
Parallel dazu meldete Nu im ersten Quartal einen Rekord-Nettogewinn von 871 Millionen Dollar. In Mexiko erreichte das Unternehmen den Break-even-Punkt. Das ist ein wichtiger Schritt für die internationale Aufstellung außerhalb Brasiliens.
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Aktie bleibt unter Druck
Am Markt kommt diese Mischung aus Wachstum und Risiko derzeit nur begrenzt an. Die Aktie schloss am Montag bei 10,51 Euro. Auf Sicht von sieben Tagen liegt sie 6,99 Prozent im Minus, binnen zwölf Monaten 9,79 Prozent.
Auch der Abstand zu den gleitenden Durchschnitten bleibt deutlich. Der Kurs notiert unter dem 50-Tage- und dem 200-Tage-Durchschnitt. Die hohe Volatilität von 40,64 Prozent zeigt, wie nervös der Markt das Papier weiterhin handelt.
Für Nu bleibt damit die Balance entscheidend: schnelles Wachstum im Firmenkundengeschäft, ohne die Kreditqualität aus dem Blick zu verlieren. Genau daran wird sich in den kommenden Quartalen messen lassen, ob der strategische Vorstoß im PJ-Segment mehr trägt als kurzfristige Belastungen.
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