NuScale Power: 6-Gigawatt-Projekt mit TVA bis 2030

NuScale Power drückt beim Aufbau seiner Small-Modular-Reactor-Technologie aufs Tempo. Das kostet viel Geld. Gleichzeitig hat der Konzern im ersten Quartal 2026 mehrere operative Meilensteine gesetzt, die den langen Weg zur Kommerzialisierung greifbarer machen.
Viel Einsatz, wenig Umsatz
Im ersten Quartal lagen die Erlöse bei nur 0,6 Millionen Dollar. Der operative Mittelabfluss summierte sich auf 314,7 Millionen Dollar. Ein großer Teil davon entfiel auf eine Meilensteinzahlung von 259,9 Millionen Dollar an den Partner ENTRA1.
Mit dem Geld will NuScale ein 6-Gigawatt-Projekt mit der Tennessee Valley Authority vorantreiben. Der Konzern peilt einen Start der kommerziellen Aktivitäten bis 2030 an. Am Quartalsende lag die Liquidität bei 1 Milliarde Dollar.
Das zeigt den Kern der Story. NuScale baut vor, bevor nennenswerte Umsätze fließen. Das erhöht den Druck auf die Bilanz, verschafft dem Unternehmen aber auch Zeit für die technologische und regulatorische Reifung.
Wichtige Signale für das Geschäftsmodell
Hinzu kommt ein strategischer Effekt an der Eigentümerseite. Fluor hat seine Beteiligung an NuScale im ersten Quartal vollständig verkauft. Marktteilnehmer werten das als Abbau eines strukturellen Überhangs, der den Kurs zuvor belasten konnte.
Operativ bleibt NuScale der einzige Anbieter von SMR-Technologie mit einem in den USA von der Nuclear Regulatory Commission genehmigten Design. Außerdem hat das Unternehmen die Partnerschaft mit Framatome ausgebaut. Das soll die Brennstoffversorgung schneller absichern.
Auch in Rumänien kommt Bewegung hinein. Die Aktionäre von SN Nuclearelectrica haben den nächsten Schritt beim RoPower-Projekt gebilligt. Dort sollen sechs NuScale Power Modules an einem ehemaligen Kohlekraftwerksstandort in Doicești entstehen.
Die Börse bleibt nervös
Die Aktie reagiert entsprechend empfindlich. Sie fiel heute um 7,09 Prozent auf 11,21 Dollar. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Minus von 10,72 Prozent zu Buche. Seit Jahresbeginn liegt das Papier bereits 31,30 Prozent hinten.
Der Kurs notiert damit klar unter den wichtigen Durchschnittslinien. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt fast 50 Prozent. Zugleich zeigt der RSI mit 69,1, dass die jüngste Bewegung nicht gerade aus einem ruhigen Markt kommt. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 118,67 Prozent.
Für NuScale bleibt der Balanceakt damit klar: mehr Kapital heute, spätere Erträge morgen. Am Markt dürfte vor allem zählen, wie schnell die Projekte in den USA und Europa in konkrete Umsetzung übergehen. Jede Verzögerung verlängert den Cash-Burn, jeder Fortschritt stärkt die Story hinter der Aktie.
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