NuScale Power sieht sich heute mit einer Sammelklage konfrontiert, die die Transparenz gegenüber Investoren massiv infrage stellt. Gleichzeitig belasten enttäuschende Geschäftszahlen mit einem drastischen Umsatzrückgang im vierten Quartal die Bilanz. Kann der Entwickler modularer Kleinkraftwerke (SMR) trotz dieser Hürden seinen Zeitplan für die Markteinführung halten?
Vorwurf irreführender Angaben
Die heute veröffentlichten Details zur Sammelklage vor dem US-Bezirksgericht in Oregon belasten das Unternehmen schwer. Den Klägern zufolge habe NuScale irreführende Angaben zu seinem Partner ENTRA1 Energy LLC gemacht. Konkret wird vorgeworfen, NuScale habe verschwiegen, dass ENTRA1 die notwendige Erfahrung in der Finanzierung und dem Betrieb von Kernkraftwerken fehle. Dieses Defizit habe die wirtschaftliche Verwertung der NuScale-Energiemodule unkalkulierbaren Risiken ausgesetzt. Investoren, die im fraglichen Zeitraum Anteile erworben haben, können bis zum 20. April 2026 als Hauptkläger auftreten.
Umsatz bricht massiv ein
Die juristischen Probleme treffen auf eine operative Schwächephase. Vor wenigen Tagen legte das Unternehmen die Bilanz für das Jahr 2025 vor. Der Gesamtumsatz sank um 15 Prozent auf 31,5 Millionen US-Dollar, während sich der Nettoverlust auf rund 355,8 Millionen US-Dollar weitete.
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Besonders deutlich zeigt sich die Krise im vierten Quartal 2025: Hier brach der Umsatz um 95 Prozent auf nur noch 1,8 Millionen US-Dollar ein. Der bereinigte Nettoverlust belief sich in den letzten drei Monaten des Jahres auf 0,08 US-Dollar je Aktie. Das Management führt diese Entwicklung auf geringere Einnahmen aus Technologielizenzen zurück, insbesondere bedingt durch eine Umstellung der Dienstleistungen für das Projekt RoPower in Rumänien.
Fokus auf Fertigungsreife
Trotz der Rechtsstreitigkeiten und finanziellen Einbußen hält die Unternehmensführung an der strategischen Partnerschaft mit ENTRA1 Energy fest. Diese Kooperation bildet die Basis für geplante Projekte wie die Vereinbarung mit der Tennessee Valley Authority (TVA) über eine Kapazität von bis zu sechs Gigawatt.
Für das Geschäftsjahr 2026 priorisiert NuScale nun die Fertigungsbereitschaft der ersten kommerziellen Module. Die Geschäftsführung betonte, dass die technische Umsetzung und die industrielle Marktreife im Mittelpunkt stehen, um den aktuellen finanziellen und rechtlichen Gegenwind zu überwinden.
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