NuScale Power: Bank of America startet mit Neutral
Bank of America startet NuScale mit 'Neutral' und verweist auf hohe Verluste bei geringen Umsätzen.

Kurz zusammengefasst
- Bank of America startet mit Neutral-Rating
- Umsatz verfehlt Analystenerwartungen deutlich
- Insider verkaufen Aktien im Wert von 482 Mio. USD
- NRC-Zulassung als einziger Wettbewerbsvorteil
Bank of America Securities hat die Coverage von NuScale Power mit einem „Neutral“-Rating und einem Kursziel von 12,00 USD aufgenommen — und damit eine nüchterne Bestandsaufnahme eines Unternehmens geliefert, das technologisch führt, aber kommerziell hinterherhinkt.
Zahlen weit unter den Erwartungen
Die Erstbewertung fällt in eine Phase schwacher Quartalszahlen. Im ersten Quartal 2026 meldete NuScale einen Verlust je Aktie von 0,14 USD, minimal schlechter als die erwarteten 0,13 USD. Gravierender ist der Umsatzausfall: Nur 0,6 Millionen USD standen einem Analystenkonsens von knapp 5 Millionen USD gegenüber.
Der freie Cashflow der vergangenen zwölf Monate lag bei minus 753 Millionen USD. Die Marktkapitalisierung beläuft sich auf rund 4 Milliarden USD — bei einer Aktie, die seit Jahresbeginn fast 30 Prozent verloren hat und rund 78 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 53,43 USD notiert.
Regulatorischer Vorsprung, kommerzieller Stillstand
NuScale ist der einzige SMR-Entwickler weltweit, der bislang eine Standard Design Approval der US-Atomaufsichtsbehörde NRC erhalten hat. Das ist ein echter Wettbewerbsvorteil — nur eben noch kein Umsatz. Der erste Reaktor soll frühestens Anfang der 2030er-Jahre Erlöse generieren.
Bank of America bewertet den Konkurrenten Oklo mit „Buy“ — und der Vergleich ist aufschlussreich. Oklo profitiert von einer schnelleren Projektpipeline und Partnerschaften mit Hyperscalern wie Meta, die zunehmend Kernkraft als Lösung für den Energiehunger ihrer KI-Infrastruktur suchen. NuScale fehlt dieser direkte Zugang zu großen Rechenzentrumsoperatoren bislang.
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Insider verkaufen in großem Stil
Erschwerend kommt eine ausgeprägte Insider-Verkaufsaktivität hinzu. In den vergangenen drei Monaten trennten sich Unternehmensinsider von Anteilen im Wert von rund 482 Millionen USD. Strategische Partnerschaften mit Doosan, Fluor und ENTRA1 bleiben zwar intakt, ändern aber nichts an den strukturellen Belastungen: Die langen Entwicklungszyklen im Nuklearbereich drücken auf Profitabilität und Cashflow gleichermaßen.
Der aktuelle Kurs von rund 11,49 USD liegt knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 11,45 USD — eine technisch fragile Ausgangslage bei einer annualisierten Volatilität von über 116 Prozent.
Das „Neutral“-Rating von Bank of America spiegelt genau dieses Spannungsfeld wider: NRC-Zulassung auf der einen Seite, jahrelange Durststrecke ohne nennenswerte Einnahmen auf der anderen. Ob NuScale bis dahin belastbare Vereinbarungen mit der Technologiebranche schließen kann, dürfte darüber entscheiden, wie lange Investoren die Geduld aufbringen.
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