Nvidia: 90 Prozent Produktionskosten aus Asien

Nvidias Produktion ist zu 90 Prozent von asiatischen Partnern abhängig. Interne Konkurrenz um knappe TSMC-Kapazitäten verschärft die Lage.

Redaktion Stock-World ·
Nvidia Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Asiatische Zulieferer dominieren Nvidias Produktion
  • Interne Chip-Konkurrenz um knappe 3-Nanometer-Wafer
  • Speicherchips kosten Cloud-Anbieter ein Drittel des Budgets
  • Aktie konsolidiert vor Quartalszahlen am 20. Mai

90 Prozent der Produktionskosten entfallen mittlerweile auf asiatische Zulieferer. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei rund 65 Prozent. Nvidia schnürt seine Lieferketten immer enger an wenige Schlüsselakteure in Fernost. Das schafft enorme Skaleneffekte, bündelt aber auch gewaltige Klumpenrisiken bei der Fertigung von modernen KI-Chips.

Kampf um knappe Kapazitäten

Die Abhängigkeit erstreckt sich über den gesamten Herstellungsprozess. Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) übernimmt die Chipproduktion, während SK Hynix und Samsung den extrem gefragten High-Bandwidth-Memory liefern. Den finalen Zusammenbau der Server-Racks steuern Auftragsfertiger wie Foxconn und Quanta. Parallel dazu drängt Nvidia verstärkt in den Bereich der „physischen KI“. Neue Plattformen für Robotik und autonomes Fahren basieren auf der fortschrittlichen Blackwell-Architektur.

Diese Spezialmodule für Fahrzeuge und Roboter konkurrieren nun intern um die ohnehin knappen 3-Nanometer-Wafer von TSMC. Genau diese Kapazitäten benötigt der Konzern dringend für seine hochprofitablen Rechenzentrums-Grafikkarten. Erschwerend wirken globale Engpässe bei wichtigen Chip-Verpackungsmaterialien. Speicherchips verschlingen in diesem Jahr voraussichtlich knapp ein Drittel der gesamten Rechenzentrumsausgaben großer Cloud-Anbieter. Das entspricht einer Vervierfachung gegenüber 2023.

Hohe Erwartungen vor den Quartalszahlen

An der Börse agieren Investoren nach der jüngsten Rallye etwas vorsichtiger. Die Nvidia-Aktie notiert aktuell bei rund 170 Euro und verlor auf Wochensicht leicht an Boden. Auf Jahressicht steht allerdings weiterhin ein massives Plus von fast 70 Prozent zu Buche. Der Kurs konsolidiert derzeit knapp unterhalb der 50-Tage-Linie.

Am 20. Mai legt das Management die Zahlen für das abgelaufene Quartal vor. Analysten rechnen mit einem massiven Umsatzsprung von bis zu 78 Prozent, getrieben durch die ungebrochene Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Liefert Nvidia hier ab, rückt das erst Ende April markierte Allzeithoch bei gut 182 Euro schnell wieder in greifbare Nähe. Enttäuscht der Ausblick, dürfte die hohe regionale Lieferketten-Konzentration sofort in den Fokus der Risikobewertung rücken.

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Nvidia Aktie

201,50 EUR

+ 1,15 EUR +0,57 %
KGV 28,78
KUV 17,97
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,12 %
Marktkapitalisierung 5,43 Bio. USD
Ø Kursziel 327,70 USD
ISIN: US67066G1040 WKN: 918422

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