Nvidia: 960.000 Rubin-GPUs mit Google Cloud

Nvidia und Google Cloud bauen KI-Fabriken mit bis zu 960.000 GPUs. Die neue Vera-Rubin-Architektur senkt die Kosten drastisch.

Redaktion Stock-World ·
Nvidia Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Bis zu 960.000 GPUs vernetzbar
  • Inferenzkosten sinken auf ein Zehntel
  • Fünf Milliarden Dollar in Intel investiert
  • Auftragsbestand von 95 Milliarden Dollar

Nvidia und Google Cloud heben ihre Zusammenarbeit auf ein neues Level. Das Ziel: gigantische KI-Fabriken. Die Konzerne wollen die neue „Vera Rubin“-Architektur in beispiellosem Maßstab ausrollen. Das gaben beide Unternehmen auf der Google Cloud Next bekannt.

Skalierung auf fast eine Million GPUs

Im Zentrum stehen neue A5X-Instanzen bei Google Cloud. Sie nutzen Nvidias Vera-Rubin-Infrastruktur. An einem einzigen Standort lassen sich damit bis zu 80.000 GPUs vernetzen. Über mehrere Standorte hinweg unterstützt die Architektur sogar bis zu 960.000 Rubin-Chips.

Diese schiere Masse senkt die Kosten drastisch. Offiziellen Daten zufolge fallen die Inferenzkosten pro Token auf ein Zehntel. Der Durchsatz pro Megawatt verzehnfacht sich im Vergleich zur Vorgängergeneration. Das bedient die rasant steigende Nachfrage nach Echtzeit-KI-Agenten.

Strategische Absicherung bei Intel

Hardware in dieser Menge erfordert enorme Produktionskapazitäten. Nvidia fertigt primär bei Taiwan Semiconductor. Um geopolitische Risiken in Ostasien abzufedern, baut der Chipentwickler eine US-Alternative auf. Bereits im Dezember 2025 investierte Nvidia fünf Milliarden US-Dollar in Intel.

Damit sicherte sich der Konzern rund vier Prozent der Intel-Anteile. Intel entwickelt aktuell eine neue Fertigungstechnologie für externe Kunden. Die Vorbereitungen für die Massenproduktion sollen bis 2027 abgeschlossen sein. Erste verbindliche Entscheidungen fallen voraussichtlich im zweiten Halbjahr.

Volle Auftragsbücher und starker Kurs

Nvidia wandelt sich zunehmend zum umfassenden Infrastruktur-Anbieter. Ende Januar lagen dem Unternehmen feste Lieferzusagen im Wert von 95 Milliarden US-Dollar vor. Das Ziel: Schutz der hohen Margen gegen Konkurrenten wie AMD. Der Rivale rüstet ebenfalls auf und liefert demnächst 50.000 GPUs an Oracle.

An der Börse honoriert man Nvidias Marktstellung. Die Aktie notiert aktuell bei rund 172 Euro und liegt damit gut 90 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt lediglich knapp vier Prozent.

Abseits der Hardware wächst auch das Software-Ökosystem weiter. Mitte April stellte Nvidia bereits „Ising“ vor, eine Open-Source-Modellfamilie für Quanten-KI. Der nächste konkrete Meilenstein folgt im Juni auf der Computex. Dort wird CEO Jensen Huang seine „Five-Layer Cake“-Strategie präsentieren. Sie umfasst den kompletten Aufbau von der Energieinfrastruktur bis zur Spezial-KI.

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