Nvidia Aktie: 12 Prozent seit Mai-Hoch bei 202,50 Euro
Starker US-Arbeitsmarkt belastet Nvidia-Aktie. Charttechnisch rückt die 50-Tage-Linie als wichtige Unterstützung in den Fokus.

Kurz zusammengefasst
- Kursrutsch um über fünf Prozent
- 50-Tage-Linie als wichtige Stütze
- Huang besucht Südkorea für Partnerschaften
- Analysten sehen hohes Kurspotenzial
Ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht und enttäuschende Broadcom-Zahlen haben den Halbleitersektor am Freitag kalt erwischt. Nvidia verlor im Sog dieses Ausverkaufs 5,42 Prozent an Wert. Der Rücksetzer auf 178,08 Euro zwingt den KI-Giganten nun an eine charttechnische Kreuzung.
Im Mai schufen US-Arbeitgeber 172.000 neue Stellen — fast doppelt so viele wie von Ökonomen erwartet. Diese robuste Entwicklung schürt am Markt die Sorge vor einer baldigen Zinserhöhung der US-Notenbank. Der Philadelphia Semiconductor Index brach daraufhin um über zehn Prozent ein.
Nvidia hielt sich in diesem Umfeld vergleichsweise stabil, spürt aber den Druck. Seit dem Rekordhoch von Mitte Mai bei 202,50 Euro hat das Papier rund zwölf Prozent abgegeben. Die damalige Euphorie nach den starken Quartalszahlen weicht einer nüchternen Konsolidierung.
Gleitende Durchschnitte im Fokus
Trotz des jüngsten Kursrutsches bleibt die langfristige Aufwärtsstruktur intakt. Die Aktie notiert weiterhin über ihrer 50-Tage-Linie, die aktuell bei 174,40 Euro verläuft. Dieser Bereich bildet nun die erste entscheidende Verteidigungslinie.
Fällt der Kurs nachhaltig unter diese Marke, rückt der 200-Tage-Durchschnitt bei gut 161 Euro in den Blick. Technische Indikatoren wie der RSI signalisieren mit einem Wert von 45,3 eine neutrale bis leicht bearishe Tendenz. Der Indikator nähert sich der überverkauften Zone, hat sie aber noch nicht erreicht.
Strategische Weichenstellung in Asien
Abseits der kurzfristigen Marktturbulenzen treibt das Management die operative Basis voran. CEO Jensen Huang weilt derzeit für vier Tage in Südkorea, um Partnerschaften in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Robotik zu vertiefen. Auf der Agenda stehen Gespräche mit Konzernen wie SK Group und Hyundai.
Ein wichtiges Detail bestätigte Huang bereits. Alle drei großen Speicherhersteller — Samsung, SK Hynix und Micron — haben die Zertifizierung für den neuen HBM4-Speicher bestanden. Diese Chips sind essenziell für Nvidias kommende KI-Beschleuniger-Plattform Vera Rubin. Die Lieferkette für die nächste Wachstumsphase steht damit auf einem breiten Fundament.
Analysten bleiben optimistisch
Die Wall Street lässt sich von dem charttechnischen Rücksetzer nicht beirren. Der Konsens von 38 Analysten empfiehlt die Aktie weiterhin zum Kauf und sieht das durchschnittliche Kursziel bei 258,67 Euro. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von über 45 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.
Kurzfristig gibt die 50-Tage-Linie bei 174,40 Euro die Richtung vor. Ein Wochenschlusskurs unterhalb dieses Niveaus öffnet den Weg für eine tiefere Korrektur in Richtung der 100-Tage-Linie. Behauptet sich die Aktie hingegen, rückt als erstes Erholungsziel die Marke von 185 Euro in den Fokus.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 6. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...