Nvidia Aktie: 150 Milliarden Dollar Rückkauf im Gespräch
Nvidias Zahlenwoche rückt neben KI-Umsatz auch Kapitalrückflüsse und die Corning-Partnerschaft in den Fokus der Anleger.

Kurz zusammengefasst
- Mögliches 150-Milliarden-Rückkaufprogramm
- Corning baut Glasfaserkapazität für Nvidia aus
- Aktie notiert nahe am Allzeithoch
- Ausblick auf Vera Rubin entscheidend
Nvidia geht mit ungewöhnlich vielen Nebenfragen in seine Zahlen zum ersten Geschäftsquartal. Es geht nicht nur um KI-Chips, Umsatztempo und Margen. Der Markt schaut auch auf die Frage, wie der Konzern seine enorme Finanzkraft künftig einsetzt.
Rückkäufe rücken nach vorn
UBS-Analyst Timothy Arcuri hält eine deutlich größere Aktienrückkauf-Ermächtigung für möglich. Im Raum steht ein Volumen nahe 150 Milliarden Dollar für das kommende Jahr. Im vergangenen Geschäftsjahr gab Nvidia bereits 41,1 Milliarden Dollar an Aktionäre zurück; aus der bestehenden Ermächtigung waren zuletzt noch rund 58,5 Milliarden Dollar offen.
Das wäre mehr als reine Finanzkosmetik. Ein neues Rückkaufprogramm in dieser Größenordnung würde zeigen, dass das Management den Cashflow aus dem KI-Boom nicht nur in Kapazitäten und Forschung lenkt, sondern auch offensiv an Aktionäre zurückführen will.
Parallel wächst der Druck, die Dividendenpolitik auszubauen. Eine höhere Ausschüttung könnte Nvidia für institutionelle Investoren attraktiver machen, die auf laufende Erträge angewiesen sind. Bislang stand bei der Aktie klar das Wachstum im Vordergrund.
Corning-Deal stärkt US-Lieferkette
Neben der Kapitalfrage baut Nvidia seine industrielle Basis aus. Eine mehrjährige Partnerschaft mit Corning soll die Produktion von optischen Verbindungslösungen für KI-Rechenzentren in den USA deutlich ausweiten.
Corning will seine heimische Glasfaser-Kapazität um mehr als 50 Prozent erhöhen und drei neue Werke in North Carolina und Texas errichten. Die Komponenten sollen unter anderem Rechenzentren versorgen, die auf Nvidias Blackwell-Architektur und später auf Vera Rubin setzen.
Das ist strategisch wichtig. KI-Rechenzentren brauchen nicht nur GPUs, sondern extrem schnelle Datenverbindungen zwischen Servern, Speicher und Netzwerken. Nvidia verankert sich damit tiefer in der Infrastrukturkette, die den nächsten Ausbauzyklus tragen soll.
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Aktie nahe am Hoch
Die Aktie bringt bereits viel Erwartung mit. Am Freitag schloss sie bei 193,90 Euro, nach einem Plus von gut 14 Prozent binnen eines Monats. Zum jüngsten Hoch fehlen nur knapp 4 Prozent.
Das macht die Zahlenvorlage heikel. Starke Erwartungen lassen wenig Raum für Unschärfen, besonders bei der Prognose für die nächste Produktgeneration. Kein Wunder, dass Anleger nervös auf jedes Detail zur Marge und zum Produktionsfahrplan reagieren.
Nvidia bleibt zwar der größte Einzelbeitrag zum Gewinnwachstum im S&P 500, der Abstand schrumpft aber. Der erwartete Beitrag liegt inzwischen bei 12,5 Prozent. Ohne Nvidia würde das prognostizierte Gewinnwachstum des Index von 27,7 auf 24,5 Prozent fallen.
Für das im April beendete Quartal hatte Nvidia einen Umsatz von 78 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt, mit einer Schwankungsbreite von zwei Prozent. Im Mittelpunkt steht nun der Ausblick auf das nächste Quartal. Entscheidend ist, ob der Übergang von Blackwell zu Vera Rubin ohne spürbaren Margendruck läuft.
Die Bank of America hob ihr Kursziel zuletzt auf 320 Dollar an. Begründet wurde der Schritt mit der mehrjährigen Produktpipeline und einem adressierbaren Markt für KI-Rechenzentren, der bis 2030 auf 1,7 Billionen Dollar wachsen könnte.
Am 20. Mai treffen damit drei Themen aufeinander: kurzfristige Umsatzdynamik, der Start der Vera-Rubin-Erwartungen und mögliche neue Kapitalrückflüsse. Eine starke Prognose würde die hohe Bewertung besser unterfüttern. Schwächen bei Marge oder Lieferplan würden den Blick dagegen schnell von der KI-Story auf die eingepreisten Erwartungen lenken.
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