Nvidia Aktie: 750.000 H200-Chips für China freigegeben

Nvidia präsentiert am 20. Mai Quartalszahlen. Neue US-Lizenzen für H200-Chips nach China könnten den Ausblick prägen und zusätzliche Milliardenumsätze ermöglichen.

Felix Baarz ·

Kurz zusammengefasst

  • Quartalsbericht am 20. Mai erwartet
  • US-Genehmigung für H200-Chips nach China
  • Bis zu 26 Milliarden Dollar Zusatzumsatz möglich
  • Blackwell und Rubin treiben langfristige Nachfrage

Nvidia geht mit einer neuen Variablen in die wichtigste Handelswoche seit Langem. Am 20. Mai legt der KI-Chipkonzern Quartalszahlen vor. Kurz davor rückt China wieder in die Modelle der Analysten. Genau dort lag bislang ein großer Unsicherheitsfaktor.

Am Freitag schloss die Aktie bei 193,90 Euro und verlor damit 3,56 Prozent. Seit Jahresanfang bleibt trotzdem ein Plus von 20,36 Prozent stehen. Der Rücksetzer wirkt daher eher wie eine Pause nach der starken Rally als wie ein Bruch im Trend.

China öffnet sich wieder

Der zentrale Punkt ist die neue US-Genehmigung für H200-Chips. Mehrere chinesische Technologiekonzerne, darunter Alibaba, dürfen wieder beliefert werden. Für Nvidia ist das mehr als eine Randnotiz.

Die Lizenzen umfassen Berichten zufolge bis zu 750.000 H200-Chips für rund zehn chinesische Techkonzerne. Marktanalysen sehen darin bis zu 26 Milliarden Dollar zusätzlichen Umsatz. Diese Summe steckt bislang nicht voll in den Konsensschätzungen.

Damit verschiebt sich der Blick auf den Ausblick. Der Bericht am Mittwoch gibt Nvidia erstmals die Bühne, um die neuen China-Möglichkeiten einzuordnen. Das dürfte spannend werden.

Die Latte liegt hoch

Für das abgelaufene Quartal erwartet der Markt bereits sehr starke Zahlen. Der Umsatz soll bei 78,0 bis 78,5 Milliarden Dollar liegen. Das Rechenzentrumsgeschäft dürfte rund 73 Milliarden Dollar beitragen. Beim Gewinn je Aktie liegen die Erwartungen bei 1,75 bis 1,77 Dollar.

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Auch die Margen bleiben im Fokus. Die Bruttomarge wird im Bereich von 74,5 bis 75,2 Prozent erwartet. Für das laufende Quartal rechnen Analysten mit einem Umsatz-Ausblick von 86 bis 87 Milliarden Dollar.

Treiber bleibt vor allem Blackwell. Die neue Chip-Generation läuft hoch und prägt den Produktmix. Parallel bereitet Nvidia bereits die nächste Plattform Vera Rubin vor.

CEO Jensen Huang hat für Blackwell und Rubin zusammen Aufträge von mehr als 1 Billion Dollar bis Ende 2027 in Aussicht gestellt. Das unterstreicht, wie lang die Nachfragekurve im KI-Geschäft inzwischen reicht.

Analysten drehen weiter hoch

Die Kursziele großer Häuser spiegeln diese Erwartung wider. Bank of America erhöhte das Ziel auf 320 Dollar und verweist auf einen adressierbaren Markt für KI-Rechenzentren von 1,7 Billionen Dollar bis zum Ende des Jahrzehnts. TD Cowen und Susquehanna setzen jeweils 275 Dollar an.

Hinter diesen Zielen steht eine klare These. KI-Modelle werden nicht nur trainiert, sondern immer stärker im Alltag eingesetzt. Genau dieser Inferenz-Bedarf kann die Nachfrage nach Nvidia-Chips länger tragen.

Am 20. Mai zählt daher nicht nur das abgelaufene Quartal. Der Markt will wissen, ob Nvidia den China-Effekt in den Ausblick einbaut und ob die Spanne von 86 bis 87 Milliarden Dollar für das laufende Quartal reicht. Eine klare Aussage zu H200-Lieferungen wäre der konkrete Katalysator für die nächste Bewertungsetappe.

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Nvidia Aktie

193,90 EUR

– 7,10 EUR -3,53 %
KGV 48,11
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,02 %
Marktkapitalisierung 5,71 Bio. EUR
ISIN: US67066G1040 WKN: 918422

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