Nvidia Aktie: Analysten gegen Markt
Trotz zahlreicher Kurszielerhöhungen zeigt sich die Nvidia-Aktie vor den Quartalszahlen zurückhaltend. Der Fokus liegt auf dem Ausblick.
Kurz zusammengefasst
- Analysten erhöhen Kursziele deutlich
- Umsatzerwartungen übertreffen Unternehmensziele
- Markt zeigt sich vor Zahlen verhalten
- Entscheidend wird der Quartalsausblick
Die Erwartungen könnten kaum höher sein. Morgen Abend nach US-Börsenschluss legt Nvidia seinen Bericht zum ersten Fiskalquartal 2027 vor — und die Analystenzunft überschlägt sich geradezu mit Kurszielerhöhungen. Der Kurs selbst zeigt sich davon heute wenig beeindruckt und gibt rund 0,5 Prozent nach. Kein Widerspruch, sondern eine klassische Konstellation vor einem Großereignis.
Die Analysten legen die Latte hoch
Das Bild unter den großen Investmenthäusern ist bemerkenswert einheitlich. UBS hob das Kursziel auf 275 Dollar an und rechnet mit einem Quartalsumsatz von 81 Milliarden Dollar — rund drei Milliarden über der unternehmensseitigen Zielspanne. Morgan Stanley ist mit seiner Prognose ähnlich gestimmt: Die Bank erwartet, dass Nvidia die Konsensschätzungen um drei Milliarden übertrifft und den Ausblick für das laufende Quartal sogar um vier Milliarden Dollar über den Markterwartungen ansetzt. Für das Gesamtjahr 2028 schraubte Morgan Stanley seine Umsatzprognose auf knapp 587 Milliarden Dollar — eine Größenordnung, die noch vor wenigen Jahren wie Science-Fiction geklungen hätte.
HSBC erhöhte das Kursziel auf 325 Dollar und traut Nvidia für das zweite Fiskalquartal bereits 91,1 Milliarden Dollar Umsatz zu, verglichen mit einem Konsens von 85,6 Milliarden Dollar. Den Vogel schießt Evercore ISI ab: Das Analysehaus hält an einem Kursziel von 352 Dollar fest und verweist auf weiterhin ausgebuchte Lieferkapazitäten bei Blackwell-Chips sowie ein vier Mal so hohes wöchentliches Token-Volumen gegenüber dem Vorjahr — getrieben von agentischen KI-Anwendungen.
Auch Goldman Sachs bleibt bei „Buy“ und 250 Dollar Kursziel. Bemerkenswert dabei: Die eigenen Gewinnschätzungen für 2026 und 2027 liegen nach eigener Angabe bis zu 34 Prozent über dem Wall-Street-Konsens.
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Die eigentliche Hürde ist der Ausblick
Trotz des Analystenoptimismus herrscht unter Investoren spürbare Zurückhaltung. Das hat einen einfachen Grund: Viele der positiven Szenarien gelten als bereits eingepreist. Entscheidend wird deshalb weniger die Bilanz des abgelaufenen Quartals sein, sondern die Prognose für das zweite Fiskalquartal. Liegt sie unter 86 Milliarden Dollar, dürfte das die Gemüter erhitzen — nach oben wie nach unten.
Hinzu kommt das geopolitische Rauschen: US-Präsident Trump hatte einen geplanten Militärschlag gegen den Iran zunächst verschoben, hält sich jedoch alle Optionen offen. Das belastet die Halbleiter-Rally insgesamt, die zuletzt ohnehin an Schwung verloren hat. Nvidia hat den SOX-Index nach Angaben von Evercore ISI in den vergangenen neun Monaten um 70 Prozent underperformt und wird aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 45 gehandelt — knapp 30 Prozent unter dem Zehn-Jahres-Median.
Das zeigt: Der Markt bewertet das Chance-Risiko-Profil deutlich nüchterner als die Analystenhäuser. Morgen Abend kommt die Auflösung.
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