Nvidia Aktie: Bernstein sieht 315 Dollar Kursziel
Nvidias Q2-Zahlen am 26. August erwartet, während SpaceX-Liefervertrag und positive Analystenstimmen den Kurs trotz offener Finanzierungsfragen stützen.

Kurz zusammengefasst
- Quartalszahlen am 26. August
- SpaceX als exklusiver KI-Chip-Kunde
- Bernstein bekräftigt Outperform-Rating
- Aktienrückkaufprogramm läuft aus
Nvidia steuert auf einen der wichtigsten Termine des Jahres zu. Am 26. August legt der Chipkonzern seine Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 vor, die Telefonkonferenz ist für 14 Uhr US-Ostzeit angesetzt und bezieht sich auf den Berichtszeitraum bis zum 26. Juli. Analysten erwarten im Konsens einen Umsatz von 91,85 Milliarden US-Dollar. Die Aktie notiert aktuell bei 191,84 Euro und liegt damit rund 5,26 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch – ein Abstand, der angesichts der Serie positiver Nachrichten der vergangenen Wochen überschaubar wirkt.
SpaceX setzt auf Nvidia-Chips
Für zusätzlichen Rückenwind sorgt eine neue strategische Vereinbarung mit SpaceX. Medienberichten zufolge wird Nvidia exklusiver Lieferant von KI-Chips für satellitengestützte Rechenprozesse des Raumfahrtunternehmens. Der Deal erweitert das Geschäftsfeld von reiner Rechenzentrums-Hardware hin zu spezialisierten Anwendungen im Orbit und unterstreicht, wie tief Nvidias Technologie inzwischen in unterschiedlichste Branchen vordringt. Parallel dazu treibt Nvidia auch sicherheitsrelevante Standards voran: Die vom Unternehmen angeführte Open Secure AI Alliance veröffentlichte ihren Vorschlag „Shared AI Findings Exchange“ (SAFE), ein branchenweites Rahmenwerk für den Austausch von Bedrohungsdaten rund um agentenbasierte KI-Systeme.
Diese Initiative reiht sich in eine Serie von Partnerschaften ein, die Nvidia in den vergangenen Wochen bekanntgegeben hat. Dazu zählen eine langfristige Zusammenarbeit mit dem von Ilya Sutskever gegründeten KI-Sicherheitsunternehmen Safe Superintelligence zum Aufbau dedizierter Compute-Cluster, eine Ausweitung der Kooperation mit der SK Group bei sogenannten „AI Factories“ sowie ein gemeinsames Forschungslabor mit dem Korea Advanced Institute of Science and Technology für neue Architekturen neuronaler Prozessoren.
Bernstein sieht deutliches Kurspotenzial
Auf der Analystenseite bekräftigte Bernstein-Analyst Varun Govindaraj am Montag seine Einstufung „Outperform“ mit einem Kursziel von 315,00 US-Dollar. Begründet wird die positive Sicht mit Nvidias Führungsrolle bei flüssigkeitsgekühlter Infrastruktur für spezialisierte Rechenzentren – ein Bereich, der angesichts des steigenden Energiebedarfs großer KI-Cluster zunehmend an Bedeutung gewinnt. Am Mittwoch stufte zudem Seeking Alpha die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hoch und nannte eine Bewertungsspanne von 207 bis 225 US-Dollar auf Basis eines Multiples von 23 bis 25 auf die erwarteten Gewinne des Geschäftsjahres 2027 – eine Einschätzung, die als quantitatives Signal einzuordnen ist und nicht als klassische Analystenanalyse.
Rückkaufprogramm läuft aus, Kritik an Finanzierungsstruktur bleibt
Anleger richten den Blick zudem auf das im Mai aufgelegte Aktienrückkaufprogramm über 80,0 Milliarden US-Dollar, dessen laufende Tranche voraussichtlich Ende August abgeschlossen wird. Das Volumen signalisiert Vertrauen des Managements in die eigene Bewertung, fällt aber in eine Phase, in der Bloomberg am 27. Juli erneut Fragen zur Finanzierungsstruktur der Branche aufwarf. Die Nachrichtenagentur verwies auf ein kumuliertes Deal-Volumen von 750 Milliarden US-Dollar zwischen Nvidia und seinen Industriepartnern und thematisierte damit erneut die Debatte um sogenannte „zirkuläre Finanzierungen“ im KI-Ökosystem.
Für die Aktie bedeutet das eine Gemengelage aus operativem Rückenwind und strukturellen Fragezeichen. Mit einem Plus von 13,30 Prozent auf Wochensicht hat das Papier zuletzt deutlich zugelegt, die Volatilität von 38,08 Prozent auf 30-Tage-Basis zeigt aber, dass der Markt vor den Zahlen am 26. August weiterhin mit größeren Ausschlägen rechnet.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 6. August liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...