Nvidia Aktie: Dividende auf 25 Cent erhöht
Nvidia vervielfacht seine Quartalsdividende und startet ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm. Analysten zeigen sich trotz Hardware-Spekulationen optimistisch.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsdividende von 1 auf 25 Cent erhöht
- 80 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe genehmigt
- Kurs legt am Freitag um 4,17 Prozent zu
- Analysten bestätigen positive Bewertungen
Eine Kapitalrückführung mit Ansage: Nvidia erhöht seine Quartalsdividende von einem Cent auf 25 Cent je Aktie. Zusätzlich genehmigt der Chipkonzern ein Aktienrückkaufprogramm über 80 Milliarden Dollar. Die Börse reagiert am Freitag mit einem Kurssprung von 4,17 Prozent auf 184,80 Euro.
Die Rally verschafft der Aktie ein starkes Wochenbild. Binnen sieben Handelstagen legte der Kurs um 7,45 Prozent zu, seit Jahresbeginn steht ein Plus von 14,71 Prozent zu Buche. Zum Rekordhoch von 202,50 Euro aus Mitte Mai fehlen aber weiterhin 8,74 Prozent.
Freier Cashflow trägt die Ausschüttung
Die Verzwanzigfachung der Dividende wirkt auf den ersten Blick spektakulär, ist aber durch die Zahlen gedeckt. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwirtschaftete Nvidia einen freien Cashflow von 48,55 Milliarden Dollar. Getragen wird das Ergebnis vom Rechenzentrumsgeschäft, das um 92 Prozent auf 75,25 Milliarden Dollar zulegte.
Marktbeobachter werten die Kombination aus Dividendenerhöhung und Rückkaufprogramm als Vertrauenssignal. Das Management rechnet demnach mit anhaltend hohen Barmitteln aus dem KI-Geschäft.
Analysten widersprechen Verzögerungssorgen
Zeitgleich mit den Kapitalplänen positionierten sich mehrere Investmentbanken. Sie reagierten damit auf Marktgerüchte über mögliche Verzögerungen bei kommender Nvidia-Hardware.
- Citi: Analyst Atif Malik bestätigt „Buy“ mit Kursziel 300 Dollar. Die Produkt-Roadmap inklusive der kommenden Kyber-Chips bleibe „vollständig intakt“. Langfristige Speicherlieferverträge sollen die Bruttomarge im mittleren 70-Prozent-Bereich absichern.
- Morgan Stanley: „Overweight“ und Kursziel 288 Dollar, Nvidia bleibt „Top Pick“ im Halbleitersektor. Metas eigener KI-Chip „Iris“, der im September starten soll, werde die Nvidia-GPUs ergänzen statt ersetzen.
- Bank of America: Kursziel angehoben auf 320 Dollar. Begründet wird dies mit einem erwarteten Gesamtmarkt für KI-Rechenzentren von 1,7 Billionen Dollar bis 2030.
SK Hynix bringt die Lieferkette ins Rampenlicht
Der breitere Rahmen für KI-Infrastruktur bekam am Freitag zusätzliche Aufmerksamkeit. Der südkoreanische Speicherhersteller SK Hynix debütierte an der Nasdaq und sammelte dabei 26,5 Milliarden Dollar ein. Das Unternehmen kontrolliert rund 58 Prozent des Markts für High-Bandwidth-Memory und beliefert Nvidias Blackwell-Architektur, wo die Nachfrage die Kapazitäten weiterhin übersteigt.
Bei der Bewertung zeigt sich ein interessantes Bild. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis von Nvidia fiel zwischenzeitlich auf ein Niveau, wie es zuletzt 2019 zu sehen war — zwischen 18 und 23 nach der Korrektur von den Mai-Höchstständen.
Charttechnik zeigt leichten Aufwärtstrend
Der Freitagsschluss von 184,80 Euro liegt 1,97 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 181,22 Euro. Zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt der Abstand bereits 12,15 Prozent. Der 14-Tage-RSI notiert bei 58,8 — die Aktie gilt damit noch nicht als überkauft.
Die Marktkapitalisierung liegt umgerechnet bei rund 4,17 Billionen Euro. Für das zweite Quartal peilt Nvidia einen Umsatz von etwa 91 Milliarden Dollar an, ohne China eingerechnet. Für das komplette Geschäftsjahr 2026 rechnen Analysten mit 215,94 Milliarden Dollar Umsatz und einem Nettogewinn von 120,07 Milliarden Dollar.
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