Nvidia Aktie: Elizabeth Warren setzt 18. Juni Frist

Nvidia sieht sich mit Senatsanfragen zu China-Exporten sowie Angriffen von Google und Amazon konfrontiert und platziert eine 25-Milliarden-Anleihe.

Redaktion Stock-World ·
Eine stilisierte NVIDIA-Platine mit einem verschwommenen Bild von Elizabeth Warren, die über eine wichtige Frist spricht. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Senat fordert Stellungnahme zu Exporten
  • Google und Amazon forcieren eigene Chips
  • 25-Milliarden-Anleihe erfolgreich platziert
  • Aktie zehn Prozent unter Rekordhoch

Nvidia kämpft gerade an drei Fronten gleichzeitig. Der Chipkonzern musste diese Woche auf Druck des US-Senats reagieren, sieht sich von Google und Amazon direkt angegriffen — und hat trotzdem die größte Anleihe seiner Geschichte platziert.

Senat fordert Antworten zu China-Exporten

US-Senatorin Elizabeth Warren, ranghohe Demokratin im Bankenausschuss, setzte Nvidia eine Frist bis zum 18. Juni. Sie verlangte eine schriftliche Stellungnahme zur Überwachung von Chip-Exporten nach China.

Der Hintergrund ist brisant. Mehrere Justizministerium-Verfahren gegen Dritte deuten darauf hin, dass Nvidia-Produkte illegal nach China umgeleitet wurden. Konkret geht es um Grafikkarten im Millionenwert, die über Südostasien flossen, sowie um H100- und H200-Chips im Wert von rund 160 Millionen Dollar. Der Ausschuss will wissen, ob Nvidias Vorstand diese Vorfälle als wesentliche Risiken eingestuft hat.

Google und Amazon greifen an

Parallel dazu verschärfen die großen Cloud-Anbieter ihren Angriff auf Nvidias Kerngeschäft. Google setzt laut Berichten auf sogenannte „Circular Financing“-Strukturen: Der Konzern stellt Rechenzentrum-Betreibern milliardenschwere Finanzierungsgarantien bereit — mit der Bedingung, eigene Tensor Processing Units zu nutzen statt Nvidia-GPUs.

Amazon geht ähnlich vor. Der Konzern bewirbt seine eigenen Trainium-Chips aktiv als Alternative. Das Ziel beider Hyperscaler ist klar: weniger Abhängigkeit von Nvidias teurer Hardware, mehr Kontrolle über den eigenen KI-Stack.

Milliarden-Anleihe und Wette auf Strom

Trotz dieser Belastungen zeigt Nvidia finanzielle Stärke. Am 18. Juni schloss der Konzern eine Anleihe über 25 Milliarden Dollar ab. Das Orderbuch füllte sich auf rund 85 Milliarden Dollar — mehr als dreifach überzeichnet. Die längsten Tranchen laufen bis 2056.

Das Kapital soll unter anderem in die KI-Infrastruktur fließen. Nvidia beteiligte sich an einer 54-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde für das Startup Verse. Das Unternehmen nutzt Batteriespeicher vor Ort, damit Rechenzentren die langen Wartezeiten für Netzanschlüsse umgehen können — aktuell fünf bis sieben Jahre. Verse soll Anlagen bis zu drei Jahre früher in Betrieb bringen.

Kurs unter Druck, aber langfristig stark

Die Aktie notiert bei 182,10 Euro und damit rund zehn Prozent unter dem Allzeithoch von 202,50 Euro aus dem Mai. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von rund 45 Prozent.

Am 24. Juni hält Nvidia seine Hauptversammlung ab — virtuell. Dort dürften die China-Compliance-Fragen und die Wettbewerbsstrategie gegen Google und Amazon die Diskussion prägen.

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Nvidia Aktie

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KGV 28,91
KUV 17,05
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,12 %
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Ø Kursziel 327,70 USD
ISIN: US67066G1040 WKN: 918422

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