Der Chipgigant hat gestern Abend seine Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt – und die Erwartungen deutlich übertroffen. Bei einem Umsatz von 68,1 Milliarden Dollar lag das Ergebnis klar über den prognostizierten 66,1 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie erreichte 1,62 Dollar, während Analysten nur 1,54 Dollar erwartet hatten. Dennoch reagierte die Aktie verhalten mit einem Plus von lediglich rund einem Prozent.
Rechenzentren treiben das Wachstum
Das Geschäft mit Rechenzentren bleibt der dominierende Umsatztreiber und erwirtschaftet inzwischen über 90 Prozent der Gesamterlöse. Im vierten Quartal stieg der Umsatz in diesem Segment um 75 Prozent auf 62,31 Milliarden Dollar. Mehr als die Hälfte davon entfiel auf Hyperscaler – also große Cloud-Anbieter. CEO Jensen Huang sprach von einem „Wendepunkt für agentische KI“ und betonte, dass die Nachfrage nach Rechenleistung exponentiell wachse.
Im Gesamtjahr 2026 kletterte der Umsatz um 65 Prozent auf 215,93 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 4,77 Dollar nach 2,99 Dollar im Vorjahr. Die bereinigte Bruttomarge verbesserte sich auf 75,2 Prozent.
Ausblick schlägt Erwartungen deutlich
Für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 rechnet Nvidia mit Erlösen von 78 Milliarden Dollar – eine Steigerung von 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt nur mit 73 Milliarden Dollar gerechnet. Gene Munster von Deepwater Asset Management erwartet, dass die Wachstumsprognosen für 2027 nun von 28 auf 35 Prozent steigen werden.
Die hohen Zahlen kommen zu einem kritischen Zeitpunkt. In den vergangenen Monaten wurden wiederholt Zweifel laut, ob die massiven KI-Investitionen von Tech-Riesen wie Alphabet und Meta tatsächlich Rendite abwerfen. Nvidia profitiert unabhängig davon von den Ausgaben – ein Großteil des Geldes fließt direkt in seine Chips.
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Offene Fragen bleiben
Trotz der starken Zahlen gab es auch kritische Töne. Yvette Schmitter von Fusion Collective merkte an, dass Nvidia im vierten Quartal 35 Milliarden Dollar Cash generierte, aber nur 12 Prozent davon an Aktionäre zurückgab – deutlich weniger als die 52 Prozent im Vorjahr.
Das China-Geschäft bleibt eine Unbekannte. Die US-Regierung erlaubt zwar den Verkauf abgespeckter H200-Chips nach China, allerdings mit einem Zoll von 25 Prozent. Bislang hat Nvidia aus diesem Programm noch keinen Umsatz erzielt, da unklar ist, ob chinesische Unternehmen die Chips überhaupt kaufen dürfen. In der Prognose wird China daher weiterhin nicht berücksichtigt.
Auch das Gaming-Geschäft enttäuschte mit Erlösen von 3,73 Milliarden Dollar leicht. Analysten hatten mit rund vier Milliarden Dollar gerechnet. Die Knappheit bei Speicherchips bremst hier die Produktion von Grafikkarten.
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