Nvidia Aktie: Founder’s Edition springt auf 6.950 Dollar
Höhere Speicher- und Fertigungskosten treiben Nvidia-Preise, während Morgan Stanley die Aktie mit 300 Dollar Kursziel positiv einstuft.

Kurz zusammengefasst
- 64-Gigabyte-Spark ab 23. Oktober erhältlich
- 128-Gigabyte-Modell kostet nun 6.950 Dollar
- SpaceX-Finanzierung über 40 Milliarden Dollar angestrebt
- Morgan Stanley bestätigt 300-Dollar-Kursziel
Nvidia reagiert auf anhaltende Kostensteigerungen in der Lieferkette mit gezielten Preisanpassungen und einer Erweiterung seiner Hardware-Produktlinie. Das Unternehmen kündigte eine OEM-Konfiguration des DGX Spark mit 64 Gigabyte an, die ab dem 23. Oktober ab 4.999 Dollar erhältlich sein soll.
Gleichzeitig stieg der Preis für die 128-Gigabyte-Variante der Founder’s Edition auf 6.950 Dollar. Als Begründung führte der Chiphersteller Engpässe bei der Speicherversorgung sowie höhere Produktionskosten an.
Die Schritte verdeutlichen die anhaltende Preissetzungsmacht des Konzerns in einem von Komponentenmangel geprägten Marktumfeld. Die Auslieferung der neuen Spark-Variante soll ausschließlich über Partner erfolgen.
Signale für ungebrochene Nachfrage
Während Nvidia an der Hardware-Front auf Lieferengpässe reagiert, reißen die Nachfrageimpulse aus der Industrie nicht ab. Medienberichten zufolge strebt SpaceX eine Finanzierung über 40 Milliarden Dollar an, um Nvidia-Chips zu erwerben. Der Plan sieht vor, rund 10 Milliarden Dollar über Bankkredite und 30 Milliarden Dollar über Anleihen aufzunehmen. Ein Abschluss dieser von Apollo geführten Transaktion wird für 2027 erwartet.
Hierbei handelt es sich um ein klares Nachfragesignal, nicht um einen bereits abgeschlossenen Auftrag. Die Nachrichtenagentur Reuters wies darauf hin, den Bericht der Financial Times nicht unmittelbar verifizieren zu können. Dennoch unterstreicht der Vorgang das enorme Volumen künftiger Rechenzentrumsprojekte.
Für Investoren steht hinter solchen Vorhaben die Frage, wie dauerhaft der Investitionszyklus für künstliche Intelligenz trägt. Großkunden sichern sich bereits Jahre im Voraus finanzielle Mittel für den Ausbau ihrer Rechenkapazitäten.
Lieferketten und Infrastruktur im Fokus
Parallel zu Engpässen bei Speicherkomponenten rücken weitere Beschränkungen beim Ausbau von Rechenzentren in das Blickfeld der Marktteilnehmer. Die Analysten von Morgan Stanley erklärten in dieser Woche, Nvidia sei gegen die zunehmenden Engpässe bei der Stromversorgung in US-Rechenzentren vergleichsweise gut abgeschirmt.
Das Analysehaus sieht die Prognosen für das Jahr 2027 durch diese Engpässe nicht gefährdet. Es warnte jedoch vor möglichen Verzögerungen bei sekundären Chiplieferanten.
Bereits am 2. Oktober hatte Morgan Stanley die Aktie erneut als bevorzugten Halbleiterwert eingestuft. Die Einstufung lautet weiterhin Overweight mit einem Kursziel von 300 Dollar. Als Begründung nannten die Analysten die starke Positionierung des Konzerns angesichts von Knappheiten bei Flächen, Strom und Rechenzentren.
An der Börse spiegeln sich diese Faktoren in einer anhaltend festen Verfassung wider. Im heutigen Handel notiert das Papier bei 214,45 Euro, was einem leichten Tagesplus von 0,9 Prozent entspricht. Vom 52-Wochen-Hoch bei 216,10 Euro trennt die Aktie damit nur ein knapper Abstand. Der Markt honoriert, dass Nvidia gestiegene Kosten bislang erfolgreich an seine Kunden weitergeben kann.
Stand heute, 7. Oktober: Nvidia – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Nvidia investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 7. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.