Nvidia Aktie: Google und Blackstone investieren 5 Milliarden

Nvidia-Aktie unter Druck: Ein neues Cloud-Projekt von Google und Blackstone sowie geopolitische Risiken überschatten die anstehenden Quartalszahlen.

Andreas Sommer ·
Nvidia Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Google und Blackstone investieren 5 Milliarden in Cloud-Infrastruktur
  • Analysten erwarten 79,2 Milliarden Dollar Umsatz
  • Blackwell-Chip-Produktion auf 200.000 Einheiten hochgestuft
  • Kurszielanhebungen durch Morgan Stanley und KeyBanc

Nvidia geht mit ungewohntem Gegenwind in die Quartalszahlen. Einen Tag vor der Vorlage der Ergebnisse drückt nicht die Nachfrage nach KI-Chips auf die Stimmung, sondern ein neues Cloud-Projekt von Google und Blackstone. Der Markt schaut damit auf zwei Dinge zugleich: kurzfristige Rekordzahlen und langfristig wachsende Konkurrenz.

Google und Blackstone setzen ein Signal

Google und Blackstone planen ein Cloud-Infrastrukturprojekt im Volumen von 5 Milliarden Dollar. Kern ist eine eigene TPU-Cloud, die bis 2027 eine Kapazität von 500 Megawatt erreichen soll. Für Nvidia ist das kein unmittelbarer Umsatzeinbruch, aber ein klares Signal: Große Cloud-Anbieter bauen ihre eigenen KI-Beschleuniger konsequenter aus.

Das trifft einen Nerv. Nvidia dominiert den Markt für KI-Hardware weiterhin, vor allem bei Hochleistungs-GPUs für Rechenzentren. Eigene Chips der Hyperscaler können diese Stellung jedoch über die Zeit relativieren, wenn mehr KI-Workloads auf proprietäre Infrastruktur wandern.

Hinzu kommt geopolitischer Druck. Meldungen über verzögerte Exportgenehmigungen für Lieferungen nach China belasteten die Aktie zusätzlich. In Frankfurt lag der Schlusskurs am Montag bei 190,58 Euro; seit Jahresanfang steht dennoch ein Plus von 18,30 Prozent, auf Zwölfmonatssicht sogar von 58,03 Prozent.

Hohe Messlatte für die Zahlen

Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwarten Analysten rund 79,2 Milliarden Dollar Umsatz und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 1,78 Dollar. Beim Umsatz wäre das ein Zuwachs von knapp 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Erwartungshaltung bleibt also extrem hoch.

Noch anspruchsvoller sind offenbar einige interne Markterwartungen großer Investoren. Dort kursiert die Marke von mehr als 80 Milliarden Dollar Umsatz als Schwelle, um die aktuelle Bewertung zu stützen. Genau hier liegt das Risiko: Gute Zahlen allein könnten nicht reichen, wenn sie nicht deutlich genug ausfallen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nvidia?

Im Mittelpunkt steht der Hochlauf der Blackwell-Architektur. KeyBanc rechnet inzwischen mit einer Produktion von 200.000 Chips im laufenden Zyklus, nachdem zuvor 150.000 unterstellt worden waren. Das wäre ein spürbarer Schritt für Nvidias Rechenzentrumsumsatz.

Der zusätzliche Quartalsbeitrag aus Blackwell könnte nach diesen Schätzungen zwischen 5 und 7 Milliarden Dollar liegen. Damit hängt ein großer Teil der kurzfristigen Fantasie nicht nur an der Nachfrage, sondern an Lieferfähigkeit, Ausbeute und Taktung der Auslieferungen.

Analysten bleiben offensiv

Trotz der Kursschwäche haben mehrere Häuser ihre Ziele angehoben. Morgan Stanley erhöhte das Kursziel auf 285 Dollar nach zuvor 265 Dollar und hält Nvidia weiter für einen Top-Wert im Sektor. KeyBanc liegt mit 300 Dollar noch höher und verweist auf die erwartete Stärke beim Übergang zur Rubin-Generation.

Wichtig wird auch der Ausblick des Managements. Für das zweite Quartal modellieren Analysten derzeit eine Umsatzprognose zwischen 85 und 87 Milliarden Dollar. Jensen Huang hatte zuletzt Zuversicht signalisiert, dass Blackwell und Rubin zusammen bis Ende 2027 kumuliert mehr als 1 Billion Dollar Umsatz erreichen könnten.

Am 20. Mai muss Nvidia damit zwei Erwartungen bedienen: einen sauberen Blackwell-Hochlauf und eine Prognose, die den nächsten Umsatzsprung glaubwürdig macht. Liegt der Ausblick nur am unteren Ende der Schätzungen, dürfte das Google-Blackstone-Projekt stärker nachwirken. Eine Prognose oberhalb der Markterwartungen würde den Fokus dagegen rasch zurück auf Nvidias operative Stärke lenken.

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 19. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Nvidia Aktie

190,22 EUR

– 0,36 EUR -0,19 %
KGV 45,46
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,02 %
Marktkapitalisierung 5,38 Bio. EUR
ISIN: US67066G1040 WKN: 918422

Community Forum zu Nvidia

Ähnliche Artikel

Qiagen Aktie: Bank of America baut auf 2,98 Prozent aus

Qiagen Aktie: Bank of America baut auf 2,98 Prozent aus

News ·
Intel: Trump kauft Aktien vor Lobeshymnen

Intel: Trump kauft Aktien vor Lobeshymnen

News ·
Wolters Kluwer Aktie: CCH Axcess Advisor startet Mai 2026

Wolters Kluwer Aktie: CCH Axcess Advisor startet Mai 2026

KI & Quantencomputing ·
BioNTech Aktie: 16,8 Milliarden für Onkologie-Transformation

BioNTech Aktie: 16,8 Milliarden für Onkologie-Transformation

News ·
European Lithium Aktie: Bindung mit Critical Metals am 18. Mai

European Lithium Aktie: Bindung mit Critical Metals am 18. Mai

News ·

Weitere Artikel zu Nvidia

Alle Artikel anzeigen
Nvidia Aktie: 20. Mai — Rückkauf-Ankündigung erwartet

Nvidia Aktie: 20. Mai — Rückkauf-Ankündigung erwartet

News ·
Nvidia Aktie: Bruttomarge entscheidet am 20. Mai

Nvidia Aktie: Bruttomarge entscheidet am 20. Mai

News ·
Nvidia Aktie: 150 Milliarden Dollar Rückkauf im Gespräch

Nvidia Aktie: 150 Milliarden Dollar Rückkauf im Gespräch

Nasdaq ·
Nvidia Aktie: 86 Milliarden Dollar Q2-Guidance im Fokus

Nvidia Aktie: 86 Milliarden Dollar Q2-Guidance im Fokus

News ·
Nvidia Aktie: 750.000 H200-Chips für China freigegeben

Nvidia Aktie: 750.000 H200-Chips für China freigegeben

News ·