Nvidia Aktie: Huang erwartet doppelte Chipverkäufe
Nvidia rechnet mit starkem Chipabsatz, während neue KI-Vorgaben und politische Kontakte die Rahmenbedingungen für den Konzern prägen.
Kurz zusammengefasst
- Chipverkäufe sollen sich verdoppeln
- Vera-Rubin-Plattform läuft bei Cloud-Anbietern
- Huang nimmt an Staatsbankett teil
- Piper Sandler bestätigt Overweight-Einstufung
Der Halbleiterkonzern Nvidia blickt trotz seiner bereits erreichten Marktgröße auf weiteres rapides Wachstum. Wie Vorstandschef Jensen Huang am Donnerstag in öffentlichen Äußerungen gegenüber dem US-Sender CNBC erklärte, rechnet das Unternehmen für das kommende Jahr mit einer Verdopplung der Chipverkäufe. Die optimistische Prognose unterstreicht den anhaltend hohen Bedarf an Rechenleistung für Anwendungen der künstlichen Intelligenz.
Volle Auftragsbücher treiben die Erwartungen
Die Zuversicht der Konzernführung stützt sich auf die Nachfrage nach den neuesten Prozessor-Generationen. Bereits im August hatte Nvidia gemeldet, dass die Plattform Vera Rubin bei führenden Cloud-Anbietern und Rechenzentrumsbetreibern wie Google Cloud, Microsoft Azure und Oracle Cloud in voller Produktion ist.
Neben den rein operativen Zielen muss sich das Management jedoch auch mit den politischen Rahmenbedingungen auseinandersetzen.
Politische Schnittstellen und neue Vorgaben
Am Freitag rückte Nvidia auch auf das diplomatische und regulatorische Parkett. Medienberichten zufolge wurde bekannt, dass Jensen Huang gemeinsam mit OpenAI-Chef Sam Altman an einem Staatsbankett von US-Präsident Donald Trump für den chinesischen Staatschef Xi Jinping im Weißen Haus teilnimmt. Die Begegnung gilt als Gradmesser für künftige US-Vorgaben im globalen Halbleiterhandel.
Am selben Tag unterzeichnete der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom eine Verfügung, die Vorgaben für Notabschaltungen von KI-Systemen vorantreibt. Von diesem Vorstoß sind Entwickler fortschrittlicher Modelle und Hardwareanbieter gleichermaßen betroffen, da Sicherheitsarchitekturen künftig engmaschiger überwacht werden könnten.
Wall Street bleibt optimistisch
Die Analystengemeinschaft wertet die mittelfristigen Perspektiven weiterhin positiv. Das Analysehaus Piper Sandler bestätigte am 10. September seine Einstufung mit „Overweight“ und bezifferte das Kursziel auf 300 US-Dollar.
An der Börse notierte das Papier am Freitag zum Handelsschluss bei 193,10 Euro, was einem Tagesplus von 1,1 Prozent entspricht. Damit liegt der Titel 4,6 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 202,50 Euro.
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