Nvidia Aktie: UBS bestätigt Kursziel trotz OpenAI-Sorgen
Taiwans Exportdaten stützen laut UBS eine robuste KI-Nachfrage, während OpenAI-Umsatzberichte und begrenzte Belege Unsicherheit lassen.
Kurz zusammengefasst
- UBS hält an Kaufempfehlung fest
- Kursziel bleibt bei 300 US-Dollar
- Taiwans Septemberexporte als Nachfrageindikator
- SpaceX-Finanzierung für Nvidia-Chips gesucht
UBS hat gestern die Kaufempfehlung für Nvidia bestätigt. Analyst Timothy Arcuri hielt am Kursziel von 300,00 $ fest und verwies auf Exportdaten aus Taiwan als Hinweis auf eine gesunde KI-Nachfrage. Seine Einschränkung ist für Anleger entscheidend: Die Daten liefern nur begrenzte Belege. Damit steht die positive Einschätzung neben den Sorgen über die Umsatzentwicklung von OpenAI.
Exportdaten stützen die Einschätzung
Arcuri bezog sich auf Taiwans Septemberexporte im Bereich der automatischen Datenverarbeitung. Diese seien mit einer gesunden zugrunde liegenden Nachfrage nach künstlicher Intelligenz vereinbar. UBS wertet die Handelsdaten damit als unterstützendes Signal für Nvidia, nicht als umfassenden Nachweis.
Die Unterscheidung ist wichtig. Ein positiver Indikator kann Zweifel an der Nachfrage abmildern, ohne sie vollständig auszuräumen. Arcuris ausdrücklich begrenzte Aussagekraft der Daten gehört deshalb ebenso zur Kaufempfehlung wie das unveränderte Kursziel. Die Einschätzung lautet nicht, dass sämtliche Nachfragerisiken verschwunden seien.
OpenAI sorgt für Unsicherheit
Am Donnerstag gerieten Nvidia und andere KI- sowie Halbleiterwerte unter Druck. Auslöser waren Berichte über niedrigere als zuvor kommunizierte Umsatzwerte bei OpenAI. Reuters berichtete, das Unternehmen habe Investoren für September einen auf das Jahr hochgerechneten Umsatz von fast 50 Milliarden $ genannt. Zuvor waren rund 68–70 Milliarden $ berichtet worden.
Dabei handelt es sich um eine annualisierte Umsatzgröße, nicht um einen bereits erzielten Jahresumsatz. Ebenso war die Nachricht keine Mitteilung von Nvidia. Der Zusammenhang zur Aktie entstand über die verunsicherte Einschätzung der KI-Nachfrage.
Für Anleger stehen damit zwei unterschiedliche Signale nebeneinander: Die OpenAI-Meldung belastete die Erwartungen an das KI-Geschäft. Die von UBS angeführten Exportdaten sprechen dagegen nach Einschätzung des Analysten weiterhin für eine gesunde Nachfrage. Keines dieser Signale ist eine neue Geschäftszahl von Nvidia selbst.
Ausbaupläne sind noch keine Aufträge
Parallel dazu wurde gestern berichtet, SpaceX suche eine Finanzierung für den Kauf von Nvidia-Chips zum Aufbau eines großen KI-Rechenzentrums. Der Bericht beschreibt einen Finanzierungsplan von SpaceX, keinen angekündigten Auftrag an Nvidia. Als Nachfragehinweis ist er deshalb von einer bestätigten Bestellung zu unterscheiden.
Nvidia soll am 12. Oktober eine Hauptrede beim OCP Global Summit in San Jose halten. Ein konkreter Veranstaltungstermin ist damit bestätigt, zusätzliche Bestellungen oder Produktankündigungen sind daraus nicht abzuleiten. Die jüngste UBS-Einschätzung liefert Anlegern eine positive Nachfrageinterpretation – ihre ausdrücklich begrenzte Belegkraft bleibt jedoch der zentrale Vorbehalt.
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