Nvidia bewegt sich in einem Spannungsfeld: Während Zulieferer Rekordnachfrage nach KI-Chips melden, droht aus Washington ein hartes Exportverbot nach China. Die Aktie schloss am Mittwoch bei 184,84 Dollar, doch die politische Unsicherheit bremst das Momentum.
Exportverbot statt Zoll-Lösung
Am Mittwoch stimmte ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses mit 42 zu 2 Stimmen für ein Gesetz, das den Export von Nvidias fortschrittlichen „Blackwell“-Chips nach China für mindestens zwei Jahre komplett verbieten würde.
Dieser Vorstoß steht im direkten Gegensatz zu früheren Spekulationen, wonach die Trump-Regierung Exporte gegen einen Zoll von 25 Prozent zulassen könnte. Sollte das Gesetz das Repräsentantenhaus und den Senat passieren, wäre es keine finanzielle Hürde mehr – sondern eine absolute Blockade. Analysten beziffern das Risiko auf 10 bis 15 Prozent des regionalen Umsatzes, nachdem bereits der H200-GPU vom chinesischen Markt ausgeschlossen wurde.
TSMC liefert Gegensignal
Auf der anderen Seite bestätigte Taiwans TSMC – Nvidias wichtigster Fertigungspartner – am selben Tag die anhaltende Stärke der KI-Nachfrage. Der Konzern meldete für das vierte Quartal einen Umsatz von 33,7 Milliarden Dollar, ein Plus von 25 Prozent zum Vorjahr und über den Erwartungen.
Besonders aussagekräftig: TSMC plant für 2026 Investitionen zwischen 52 und 56 Milliarden Dollar und prognostiziert bis 2029 ein jährliches Wachstum von 55 Prozent bei KI-bezogenen Umsätzen. Diese Zahlen gelten als direkter Indikator für Nvidias Auftragslage und signalisieren robuste Nachfrage nach den kommenden Rubin- und Blackwell-Architekturen.
Analystenstimmen und Bewertung
Trotz der geopolitischen Risiken hält die Wall Street an ihrer positiven Einschätzung fest. JPMorgan bekräftigte das „Overweight“-Rating, Jefferies erhöhte das Kursziel von 250 auf 275 Dollar. Das durchschnittliche Analystenziel liegt aktuell bei 263 Dollar.
Parallel ist allerdings eine Rotation zu beobachten: Investoren verlagern Kapital in Speicherhersteller und kleinere KI-Player. Das erklärt, warum Nvidia in den vergangenen sechs Monaten mit einem Plus von drei Prozent deutlich hinter dem S&P 500 zurückblieb.
Strategischer Schachzug mit Groq
Zeitgleich sicherte sich Nvidia Zugang zu neuer Technologie. Der Konzern schloss mit dem KI-Startup Groq eine 20-Milliarden-Dollar-Vereinbarung ab – strukturiert als Lizenz- und Personalvertrag, um kartellrechtliche Prüfungen zu umgehen. Die Transaktion bringt Groqs Inferenz-Technologie und CEO Jonathan Ross ins Haus und stärkt Nvidias Position im Bereich „Physical AI“ und Robotik.
Die weitere Kursentwicklung hängt davon ab, welches Narrativ sich durchsetzt: die von TSMC bestätigte Rekordnachfrage oder das drohende legislative Aus für den chinesischen Markt. Die Fundamentaldaten bleiben stark, doch die politische Risikoprämie verhindert aktuell einen Ausbruch über die Marke von 185 Dollar.
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