Nvidia Aktie: Vera CPU für agentische KI ab 2027
Nvidia und HPE präsentieren auf der HPE Discover neue Infrastruktur für agentische KI. Der Chipkonzern festigt seine Position im Unternehmensgeschäft.

Kurz zusammengefasst
- Vera CPU für agentische KI vorgestellt
- Vultr setzt auf Nvidia GB300 Hardware
- Umsatzsprung auf 215,9 Milliarden Dollar
- 62 Analysten raten zum Kauf der Aktie
Auf der HPE Discover in Las Vegas, die heute schließt, haben Nvidia und HPE eine Reihe gemeinsamer Infrastrukturankündigungen präsentiert. Sie zeigen, wie tief Nvidia inzwischen im Unternehmensgeschäft verwurzelt ist — und wohin die Reise geht.
Vera, Agenten und ein neues CPU-Konzept
Das Herzstück der Ankündigungen ist der Nvidia Vera CPU — der erste Prozessor, den Nvidia explizit für agentische KI entwickelt hat. Er übernimmt Aufgaben wie Tool-Calls, Orchestrierung und Echtzeit-Datenverarbeitung. Ab 2027 kommt er im HPE ProLiant Compute DL394 Gen12 zum Einsatz, eingebettet in die HPE Private Cloud AI.
Hinzu kommt der Nvidia Agent Toolkit für HPE Private Cloud AI sowie Nvidia Confidential Computing, das künftig die gesamte HPE AI Factory abdeckt. Neue Konfigurationen auf der AI Factory at Scale-Ebene skalieren auf bis zu 256 GPUs und senken die Inferenzkosten auf ein Zehntel gegenüber der vorherigen Blackwell-Generation.
Vultr wählt GB300 für globale Expansion
Einer der konkretesten Deals kam am Mittwoch: Vultr, nach eigenen Angaben der weltweit größte privat gehaltene Hyperscaler, hat sich für Nvidia-Hardware entschieden. Das Unternehmen setzt auf den Nvidia GB300 NVL72 by HPE, kombiniert mit Spectrum-X Ethernet-Netzwerken mit 400GbE- und 800GbE-Verbindungen.
HPE liefert dazu KI-Dienste, Deployment-Expertise und Lifecycle-Support. Künftige Rechenzentren sollen außerdem HPEs Flüssigkühltechnologie nutzen. Der Deal unterstreicht, dass Nvidia nicht nur bei Hyperscalern wie Microsoft oder Amazon gesetzt wird — auch der wachsende Markt privater Cloud-Anbieter läuft zunehmend über Nvidia-Infrastruktur.
Zahlen als Rückenwind
Die Unternehmensoffensive kommt nicht aus dem Nichts. Im Fiskaljahr 2026 erzielte Nvidia einen Umsatz von 215,9 Milliarden Dollar — ein Plus von 65 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das jüngste Quartal brachte 81,6 Milliarden Dollar, getrieben von der anhaltend hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur.
Die Aktie notiert bei 179,24 Euro und liegt damit rund zehn Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 202,50 Euro ist sie noch knapp zwölf Prozent entfernt. 62 Analysten vergeben im Schnitt ein „Strong Buy“-Rating.
Am 24. Juni hält Nvidia seine Hauptversammlung ab — virtuell, um 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Dort dürfte das Management die Agentic-AI-Strategie weiter ausführen, die diese Woche in Las Vegas Gestalt angenommen hat.
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