Nvidia geht mit gedämpfter Stimmung in den Countdown zum Quartalsbericht. Gestern rutschte die Aktie um 1,64%, während an der Wall Street Sorgen über mögliche „KI-Verlierer“ in klassischen Branchen die Runde machten. Die eigentliche Frage für Anleger ist damit weniger der Tagesverlust – sondern ob die Zahlen am 25. Februar die hohen Erwartungen erneut untermauern.
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
– Quartalszahlen und Jahresabschluss: am 25. Februar (Geschäftsjahr endet 25. Januar 2026)
– Umsatzschätzung Konsens: rund 65,55 Mrd. US-Dollar, Goldman Sachs: ca. 67,3 Mrd. US-Dollar
– Handelsvolumen gestern: ca. 189 Mio. Aktien (laut MarketBeat +9% über dem Durchschnitt)
Hoher Umsatz, nervöser Markt
Auffällig war vor allem das rege Handelsgeschehen. Laut MarketBeat wechselten gestern rund 189 Millionen Aktien den Besitzer – ein Plus von 9% gegenüber dem üblichen Volumen. Die Aktie schloss bei 186,94 US-Dollar, nachdem sie bei 193,03 US-Dollar eröffnet hatte. Intraday pendelte der Kurs zwischen 193,61 und 186,51 US-Dollar.
Trotz des Rücksetzers bleibt der kurzfristige Trend positiv: Über die letzten fünf Handelstage lag das Papier insgesamt rund 11% im Plus. Rückenwind kam dabei von Optimismus über die anhaltend hohen KI-Investitionen und einer starken Nachfrage großer Cloud-Anbieter.
KI-Sorgen drücken auch Indizes
Der Rückgang fiel in eine breitere Marktschwäche. Laut CNBC gerieten neben Finanz- und Software-as-a-Service-Werten auch Titel aus Bereichen wie Immobilien, Trucking sowie Logistik unter Verkaufsdruck – Anleger bewerteten, wie stark KI traditionelle Geschäftsmodelle unter Druck setzen könnte.
Entsprechend gaben die großen US-Indizes nach: Der S&P 500 verlor 1,57%, der Dow Jones 1,34%, und der Nasdaq Composite rutschte um 2,03% ab.
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25. Februar als Taktgeber
Nvidia hat auf seiner Investor-Relations-Seite einen Conference Call für den 25. Februar, 14 Uhr PT angekündigt. Im Fokus stehen Zahlen zum vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 sowie der Gesamtjahresabschluss (Geschäftsjahr bis 25. Januar 2026).
Beim Umsatz erwartet der Wall-Street-Konsens etwa 65,55 Mrd. US-Dollar. Goldman Sachs liegt laut Berichten darüber und rechnet mit rund 67,3 Mrd. US-Dollar – also etwa 2 Mrd. US-Dollar mehr als der Konsens. Auf der Kurszielseite hob UBS laut Proactive Investors das Ziel von 235 auf 245 US-Dollar an und verwies auf ein aus ihrer Sicht günstiges Setup vor den Zahlen sowie robuste Signale aus der Lieferkette. MarketBeat nennt zudem höhere Ziele von Barclays (275 US-Dollar) und Morgan Stanley (250 US-Dollar); das durchschnittliche Kursziel liegt demnach bei 264,20 US-Dollar.
Insider-Verkäufe gemeldet
Zuletzt meldeten SEC-Unterlagen mehrere Insiderverkäufe. CFO Colette Kress verkaufte am 4. Februar laut MarketBeat 27.640 Aktien zu durchschnittlich 175,72 US-Dollar (rund 4,9 Mio. US-Dollar). Laut SEC-Unterlagen, auf die Stock Titan verweist, lief der Verkauf über einen Rule-10b5-1-Plan, der bereits am 4. März 2025 eingerichtet wurde.
Außerdem verkaufte Director Harvey C. Jones am 15. Dezember 2025 laut Reuters 250.000 Aktien zu 177,33 US-Dollar (rund 44,3 Mio. US-Dollar). Laut SEC-Filing sitzt Jones seit 1993 im Board und hält über einen Trust weiterhin mehr als 7 Millionen Aktien. Insgesamt summierten sich die Insiderverkäufe laut MarketBeat im vergangenen Quartal auf 1.611.474 Aktien im Wert von rund 291,7 Mio. US-Dollar.
Im Blick bleibt daneben die Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Laut Motley Fool hatte Kress zuvor erklärt, die Nachfrage steige weiter; die KI-Produktumsätze von „letztem Jahr“ bis Ende 2026 dürften eine frühere Prognose von 500 Mrd. US-Dollar übertreffen. Große Hyperscaler wie Alphabet und Amazon kündigten zudem ausgeweitete KI-Ausgabenpläne an.
Zum Hintergrund: MarketBeat beziffert die Marktkapitalisierung auf rund 4,54 Billionen US-Dollar, das KGV (trailing) auf etwa 46 und den 50-Tage-Durchschnitt auf 184,64 US-Dollar. Entscheidend wird nun der 25. Februar: Dann zeigen die Q4-Zahlen, ob der erwartete Umsatzkorridor von rund 65,55 bis 67,3 Mrd. US-Dollar tatsächlich erreicht oder übertroffen wird.
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