Nvidia startet mit frischem Schwung ins Jahr 2026. In den letzten Dezembertagen 2025 schloss der KI-Chip-Gigant zwei Transaktionen im Gesamtwert von rund 25 Milliarden US-Dollar ab. Für 20 Milliarden Dollar sicherte sich das Unternehmen Zugang zu Groqs Inferenz-Technologie, parallel flossen 5 Milliarden in eine Beteiligung an Intel. Beide Deals zeigen, wie Nvidia seine enormen Barreserven strategisch einsetzt – und dabei geschickt regulatorische Hürden umschifft.
Groq-Deal schließt strategische Lücke
Die 20-Milliarden-Dollar-Vereinbarung mit Groq ist bewusst als nicht-exklusive Lizenzvereinbarung strukturiert. Nvidia umgeht damit die verschärfte Regulierung, die bei einer vollständigen Übernahme greifen würde. Das Geld fließt in den Zugang zu Groqs spezialisierter Inferenz-Technologie und das dazugehörige Engineering-Team.
Groq hat sich auf Chips spezialisiert, die KI-Inferenz beschleunigen – den Prozess, bei dem trainierte KI-Modelle Antworten generieren. Während Nvidia den Markt für KI-Trainings-Chips dominiert, verlagert sich die Branche zunehmend in Richtung Inferenz. Analysten sehen in Groqs Technologie eine wichtige Ergänzung zu Nvidias Produktpalette, die genau diese Lücke schließt.
Die Struktur spiegelt Nvidias veränderte Kapitalstrategie wider: Bei einem freien Cashflow auf Rekordhoch werden traditionelle Großübernahmen durch kartellrechtliche Bedenken erschwert. Der Lizenzweg verschafft dem Unternehmen strategische Fähigkeiten ohne regulatorische Fallstricke.
Intel-Beteiligung bringt Milliarden-Gewinn
Parallel erwarb Nvidia über 214 Millionen Intel-Aktien zu rund 23,28 Dollar pro Stück – Gesamtwert etwa 5 Milliarden Dollar. Die von US-Behörden genehmigte Investition verschafft Nvidia eine bedeutende Position beim angeschlagenen CPU-Hersteller.
Bereits am Tag des Abschlusses verzeichnete Nvidia knapp 3 Milliarden Dollar Buchgewinne, da die Intel-Aktie über dem Kaufpreis notierte. Der Schritt ist ungewöhnlich: Nvidia positioniert sich damit sowohl als Konkurrent als auch als Teilhaber an Intels Zukunft.
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China-Geschäft kehrt zurück
Ab Mitte Februar will Nvidia wieder H200-Chips nach China liefern. Die Erstlieferung soll zwischen 40.000 und 80.000 Einheiten umfassen, was im ersten Quartal Erlöse zwischen 1,28 und 2,56 Milliarden Dollar generieren könnte.
Die Trump-Administration genehmigte die Rückkehr im Dezember 2025 unter der Bedingung, dass 25 Prozent der China-Umsätze an die US-Regierung fließen. Trotz dieser Reibung öffnet sich ein Markt, in dem Nvidia vor den Exportbeschränkungen im April 2025 auf KI-Chip-Verkäufe von 30 Milliarden Dollar zusteuerte.
Starke Basis aus Q3
Die aggressive Kapitalverwendung folgt auf Rekordergebnisse im dritten Geschäftsquartal 2026: Umsatz von 57 Milliarden Dollar (plus 62 Prozent zum Vorjahr), Rechenzentrumserlöse von 51,2 Milliarden Dollar. CEO Jensen Huang sprach von außergewöhnlicher Nachfrage – „Blackwell-Verkäufe sprengen alle Charts, Cloud-GPUs sind ausverkauft.“
Für das laufende vierte Quartal peilt Nvidia 65 Milliarden Dollar Umsatz an. Analysten erwarten für das Geschäftsjahr 2027 einen Gewinn je Aktie von 7,69 Dollar – rund 60 Prozent mehr als im laufenden Jahr. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 253 Dollar, was etwa 36 Prozent Potenzial bedeutet.
CES und Vera Rubin voraus
Am Montag, 5. Januar, startet die CES 2026 in Las Vegas. Jensen Huang wird dort Neuheiten aus den Bereichen KI, Gaming und Automotive vorstellen. Die nächste Chip-Generation Vera Rubin soll noch 2026 folgen. Am 25. Februar gibt Nvidia dann Quartalszahlen bekannt – mit einer aktualisierten Prognose für das Geschäftsjahr 2027.
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