Nvidia Aktie: Zwei-Milliarden-Deal mit Marvell
Nvidia meldet ein Rekordgeschäftsjahr und kündigt eine strategische Zwei-Milliarden-Dollar-Partnerschaft mit Marvell Technology an, um die KI-Infrastruktur auszubauen.

Kurz zusammengefasst
- Strategische Allianz für KI-Infrastruktur mit Marvell
- Rekordumsatz und -gewinn im Geschäftsjahr 2026
- Bewertung nähert sich dem Niveau des S&P 500
- Fokus auf Computex und Rückkehr auf den China-Markt
Nvidia hat ein Geschäftsjahr mit Rekorderlösen abgeschlossen und gleichzeitig eine milliardenschwere Partnerschaft angekündigt. Beides zusammen zeichnet das Bild eines Unternehmens, das seine Dominanz in der KI-Infrastruktur aktiv ausbauen will.
Die Marvell-Partnerschaft im Detail
Nvidia investiert zwei Milliarden Dollar in Marvell Technology. Kern der Zusammenarbeit ist die „NVLink Fusion“-Plattform, eine Rack-Scale-Architektur, die Kunden den Aufbau maßgeschneiderter KI-Infrastruktur ermöglichen soll. Marvell steuert dabei eigene XPUs bei, die vollständig mit Nvidias bestehenden KI-Stacks kompatibel sind.
Zusätzlich planen beide Unternehmen eine Kooperation bei Silizium-Photonik. Diese Technologie soll Datenübertragungsraten innerhalb von Rechenzentren erhöhen — ein Bereich, der beim Training großer Sprachmodelle zunehmend zum Engpass wird.
Rekordgeschäftsjahr und Bewertungsshift
Das abgelaufene Geschäftsjahr 2026 endete für Nvidia mit einem Jahresumsatz von 215,9 Milliarden Dollar, einem Plus von 65 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn belief sich auf 120 Milliarden Dollar. Allein im vierten Quartal erzielte das Unternehmen 68,1 Milliarden Dollar Umsatz, wovon 62,3 Milliarden auf das Rechenzentrum-Segment entfielen.
Trotz dieser Zahlen hat die Aktie seit Jahresbeginn rund elf Prozent nachgegeben. Die Marktkapitalisierung stabilisiert sich aktuell bei etwa 4,1 Billionen Dollar — Nvidia bleibt damit das wertvollste Unternehmen der Welt, mit einem Vorsprung von rund 420 Milliarden Dollar vor Apple.
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Bemerkenswert ist die Verschiebung in der Bewertung: Nvidia wird inzwischen mit etwa dem 20-fachen der erwarteten Gewinne gehandelt und liegt damit erstmals seit über einem Jahrzehnt auf dem Niveau des breiten S&P 500.
Blick auf Computex und China
Im Geschäftsjahr 2026 flossen rund 40 Milliarden Dollar in Aktienrückkäufe — etwa ein Drittel des Jahresgewinns. Das Management setzt also parallel zur Wachstumsstrategie auf direkte Kapitalrückführung an die Aktionäre.
Der nächste wichtige Termin ist die Computex 2026 Anfang Juni in Taipeh, wo CEO Jensen Huang eine Keynote halten wird. Im Mittelpunkt dürfte die „Vera Rubin“-Architektur stehen, der geplante Nachfolger der aktuellen Blackwell-Plattform. Nvidia erwartet für beide Plattformen zusammen bis 2027 einen kombinierten Umsatz von einer Billion Dollar. Zudem hat das Unternehmen angekündigt, den Chipverkauf an Geschäftskunden in China wieder aufzunehmen — ein Segment, das wegen geopolitischer Exportbeschränkungen seit mehreren Quartalen weitgehend stillstand.
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