Nvidia: Asiatische Produktionskosten auf 90 Prozent gestiegen
Nvidia verlagert 90% der Produktion nach Asien, während China-Geschäft einbricht. Robotik-Plattform Jetson Thor verschärft Chip-Knappheit.

Kurz zusammengefasst
- Asiatische Lieferketten dominieren Produktion
- China-Umsatz faktisch auf null gefallen
- Robotik-Plattform erhöht Chip-Konkurrenz
- Aktie unter Druck trotz Wachstumsplänen
Nvidia baut sein Geschäft mit KI-Hardware rasant aus — und macht sich dabei immer abhängiger von asiatischen Partnern. Inzwischen entfallen rund 90 Prozent der Produktionskosten auf asiatische Lieferketten, vor einem Jahr waren es noch 65 Prozent. Hinter diesem Sprung steckt mehr als nur Wachstum.
Warum die Abhängigkeit wächst
Das Fundament ist bekannt: TSMC fertigt die Chips, SK Hynix und Samsung liefern den Hochleistungsspeicher, Foxconn und Quanta montieren die Server. Was die Konzentration nun weiter verschärft, ist Nvidias Vorstoß in die sogenannte Physical AI — also KI-Hardware für Robotik und Fahrzeuge.
Die neue Jetson-Thor-Plattform für Robotikanwendungen belegt dieselben 3-Nanometer-Fertigungskapazitäten bei TSMC wie die Blackwell-Datacenter-GPUs. Zwei Produktlinien konkurrieren damit um dasselbe knappe Angebot. Das treibt nicht nur die Kosten, sondern erzeugt auch Engpässe beim LPDDR5X-Speicher — was bereits dazu geführt hat, dass ältere Jetson-Prozessoren abgekündigt wurden.
China: Offiziell null Umsatz
CEO Jensen Huang hat offen eingeräumt, was Beobachter seit Monaten vermuten: Der Serverabsatz in China ist faktisch auf null gesunken. US-Exportbeschränkungen blockieren offizielle Lieferungen — und haben nach Huangs Einschätzung Chinas Drang zur eigenen Halbleiterfertigung eher beschleunigt als gebremst.
Auf dem chinesischen Sekundärmarkt werden B300-KI-Server dennoch gehandelt, zu Preisen von bis zu einer Million Dollar pro Einheit. Offiziell kommt von Nvidia nichts an.
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Bewertung unter Druck, Konkurrenz holt auf
Die Marktkapitalisierung ist zuletzt unter fünf Billionen Dollar gerutscht. Die Aktie notiert aktuell bei rund 169 Euro — etwa sieben Prozent unter dem Ende April markierten 52-Wochen-Hoch. Im April legte das Papier 14 Prozent zu, während AMD im gleichen Zeitraum um 74 Prozent kletterte. Dieser Vergleich erklärt, warum Investoren die Bewertung zunehmend kritisch hinterfragen.
Robotik als nächste Wachstumswette
Trotz Engpässen treibt Nvidia die Expansion im Robotikbereich voran. LG prüft eine strategische Partnerschaft im Physical-AI-Ökosystem, Boston Dynamics und Amazon Robotics zählen bereits zu den Partnern. Der automotive SoC DRIVE AGX Thor soll das Fahrzeugsegment erschließen — konkurriert aber ebenfalls um die knappen 3-Nanometer-Kapazitäten.
Ein strukturelles Problem bleibt: Speicherkosten dürften in diesem Jahr rund 30 Prozent der Datacenter-Ausgaben großer Cloud-Anbieter verschlingen. Das belastet nicht nur Nvidia, sondern die gesamte KI-Hardware-Branche. Wie das Unternehmen die Kapazitätskonflikte zwischen Datacenter- und Robotik-Hardware auflöst, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen — und dürfte die Kursdiskussion maßgeblich prägen.
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