Nvidia: B200-Mietpreise um 114 Prozent gestiegen
Nvidia veröffentlicht das KI-Modell Nemotron 3 Nano Omni, während die Preise für seine Chips explodieren und Unternehmen vor immense Kosten stellt.

Kurz zusammengefasst
- Nemotron 3 Nano Omni gestartet
- Mietpreise für B200-Chips verdoppelt
- KI-Budgets vieler Firmen erschöpft
- Nvidia plant Vera-Rubin-Chips für 2026
Nvidia baut sein Software-Angebot aus. Das neue KI-Modell Nemotron 3 Nano Omni ist ab sofort verfügbar. Parallel dazu explodieren die Preise für die Hardware des Konzerns. Für viele Unternehmen wird die Künstliche Intelligenz zum finanziellen Kraftakt.
An der Börse honoriert man die starke Marktstellung. Die Nvidia-Aktie notiert aktuell bei rund 180 Euro. Damit steht das Papier nur knapp unter dem jüngsten 52-Wochen-Hoch. Auf Monatssicht verbucht der Titel ein Plus von 25 Prozent.
Nun liefert der Konzern technologischen Nachschub. Das Modell Nemotron 3 Nano Omni verarbeitet Bild, Ton und Sprache in einer Architektur. Erste Konzerne wie Palantir und Foxconn binden die Software bereits ein.
Explodierende Preise für Rechenleistung
Während die Software-Palette wächst, wird die Hardware zum Luxusgut. Der Mietpreis für einen Nvidia B200-Chip stieg laut dem „Ornn Price Index“ rasant. Aktuell zahlen Kunden fast fünf US-Dollar pro Stunde. Das entspricht einem Preissprung von 114 Prozent innerhalb von sechs Wochen.
Die Folge: ein extrem enger Markt. Auf dem Zweitmarkt kostet ein einzelner B200-Chip inzwischen schätzungsweise 500.000 Dollar. Google sichert sich offenbar einen Großteil der verfügbaren Kapazitäten. Andere Marktteilnehmer gehen leer aus. Entspannung erwarten Experten erst im zweiten Halbjahr 2026.
Budgets unter Druck
Diese Preisrallye verändert die Wirtschaftlichkeit der gesamten Branche. Nvidia-Vizepräsident Bryan Catanzaro verweist auf ein neues Phänomen. Die Kosten für KI-Rechenleistung übersteigen bei einigen Firmen bereits die Gehälter der Belegschaft. In der Industrie kursiert dafür der Begriff „Tokenmaxxing“.
Die Ausgaben erreichen historische Dimensionen. Tech-Konzerne investieren im laufenden Jahr voraussichtlich 740 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur. Das belastet die Bilanzen enorm. Berichten zufolge haben Unternehmen wie Uber ihr gesamtes KI-Budget für 2026 bereits ausgeschöpft.
Selbst Branchengrößen geraten unter Druck. OpenAI verbrennt im laufenden Jahr voraussichtlich 25 Milliarden Dollar. Der ChatGPT-Entwickler verfehlte im ersten Quartal seine internen Umsatzziele. Daraufhin beendete das Unternehmen die exklusive Partnerschaft mit Microsoft Azure. OpenAI sucht nun bei anderen Cloud-Anbietern nach bezahlbarer Rechenleistung.
Nvidia treibt die Entwicklung derweil weiter voran. CEO Jensen Huang sieht KI als Schöpfer völlig neuer Industrien. Um die immense Nachfrage zu bedienen, bereitet der Konzern den nächsten Hardware-Zyklus vor. Gegen Ende 2026 plant Nvidia die Veröffentlichung der neuen Vera-Rubin-Chips. Bis dahin bleibt die aktuelle Blackwell-Generation das teure Maß der Dinge.
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