Nvidia: China-Markt könnte 28 Milliarden bringen
Widersprüchliche Aussagen zu China-Exporten von KI-Chips rufen den US-Senat auf den Plan. Nvidia steht vor wichtigen Quartalszahlen.

Kurz zusammengefasst
- Senator verlangt Aufklärung von Handelsminister
- China-Umsatzanteil von 13 Prozent gefährdet
- Marktanteil in China auf unter 60 Prozent gefallen
- Quartalszahlen am 20. Mai mit hohen Erwartungen
Die Aussagen passen nicht zusammen. Während Nvidia-Chef Jensen Huang von erteilten Exportlizenzen für China spricht, dementiert das US-Handelsministerium. Dieser Widerspruch ruft nun den US-Senat auf den Plan. Kurz vor den wichtigen Quartalszahlen wächst die politische Unsicherheit.
Senator Chris Coons verlangt in einem Brief an Handelsminister Howard Lutnick klare Antworten. Er will wissen, wie viele KI-Chips tatsächlich eine Freigabe für den chinesischen Markt haben. Lutnick hatte im April vor dem Senat erklärt, die USA hätten bislang keine dieser Prozessoren an chinesische Firmen verkauft.
Das Management von Nvidia zeichnet ein völlig anderes Bild. Bereits im März bestätigte CEO Huang entsprechende Genehmigungen beider Regierungen. Auf einer Fachkonferenz meldete das Unternehmen konkrete Bestellungen. Derweil stauen sich die Anträge offenbar bei der zuständigen Exportkontrollbehörde. Dort prüft ein Staatssekretär angeblich jeden Fall einzeln. Die Folge: ein politisches Tauziehen.
Milliardenmarkt unter Druck
Für den Chipentwickler steht viel auf dem Spiel. Im vergangenen Geschäftsjahr machte China 13 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Das entspricht fast 28 Milliarden US-Dollar.
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Huang sieht in der Region ein gewaltiges langfristiges Potenzial. Aktuell verliert Nvidia dort jedoch massiv an Boden. Der Marktanteil fiel von einst 95 Prozent auf unter 60 Prozent. Die Regierung in Peking drängt heimische Firmen zum Kauf lokaler Alternativen von Huawei oder Alibaba.
Blick auf die Quartalszahlen
Am 20. Mai präsentiert Nvidia die Ergebnisse für das Auftaktquartal. Das Management stellte ein deutliches Umsatzwachstum in Aussicht. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Plus von 79 Prozent. Umsätze aus dem chinesischen Rechenzentrumsgeschäft hat der Konzern vorsichtshalber nicht in die Prognose aufgenommen.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 198 US-Dollar. Seit dem jüngsten Rekordhoch hat das Papier gut acht Prozent nachgegeben. Der Optionsmarkt rechnet nach den Zahlen mit einem Kursausschlag von mehr als zehn Prozent. Ein geplantes Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping liefert den passenden geopolitischen Rahmen für diese entscheidenden Wochen.
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