Nvidia: Google und Amazon entwickeln Chip-Konkurrenz

Google und Amazon planen Direktverkauf eigener KI-Chips. Nvidia-Aktie verliert 4,5 Prozent, während der Markt den Wandel bewertet.

Dieter Jaworski ·
Nvidia Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Nvidia-Aktie fällt um 4,5 Prozent
  • Google und Amazon verkaufen eigene KI-Chips
  • Tech-Riesen investieren 725 Milliarden Dollar
  • Quartalszahlen am 20. Mai erwartet

Die treuesten Kunden werden plötzlich zu Konkurrenten. Jahrelang kauften Tech-Giganten wie Google und Amazon jeden verfügbaren KI-Beschleuniger von Nvidia auf. Jetzt signalisieren die Konzerne einen Strategiewechsel, der die Machtverhältnisse im Halbleitermarkt neu ordnen könnte. Die Nvidia-Aktie reagiert am Donnerstag nervös und verliert rund 4,5 Prozent auf 171,10 Euro.

Vom Cloud-Service zum Direktverkauf

Bislang hielten Google und Amazon ihre selbst entwickelten Prozessoren streng unter Verschluss. Nutzer konnten die sogenannten TPUs oder Trainium-Chips lediglich über die jeweiligen Cloud-Plattformen mieten. Das ändert sich nun. Berichten zufolge planen die Konzerne, ihre Hardware künftig direkt an externe Kunden zu verkaufen.

Für Nvidia bedeutet dieser Schritt eine ernsthafte Bedrohung der aktuellen Dominanz. Derzeit bedient das Unternehmen schätzungsweise 90 Prozent der weltweiten Nachfrage nach KI-Beschleunigern. Die Chips dienen als primäre Bausteine für den globalen Ausbau von Rechenzentren. Marktbeobachter werten die Öffnung der Hyperscaler als unumkehrbaren Prozess. Die Abhängigkeit der Branche von einem einzigen externen Zulieferer soll drastisch sinken.

Gigantische Budgets, wachsende Skepsis

An Kapital mangelt es den Tech-Konzernen nicht. Meta, Alphabet, Microsoft und Amazon wollen bis Ende 2026 gemeinsam rund 725 Milliarden US-Dollar in ihre Infrastruktur pumpen.

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Die Einzelbudgets sprengen historische Dimensionen. Meta hob seinen Investitionsrahmen zuletzt deutlich an, während Alphabet Ausgaben von bis zu 190 Milliarden US-Dollar anpeilt. Parallel dazu wächst am Markt die Sorge um die Profitabilität dieser massiven Investitionen. Investoren schichten aktuell Positionen um. Sie wägen ab, wie lange Nvidia seine enormen Margen verteidigen kann, wenn Unternehmenskunden aus Kostengründen auf die neuen Architekturen der Konkurrenz ausweichen.

Blick auf die kommenden Quartalszahlen

Trotz des jüngsten Rücksetzers notiert das Papier auf Jahressicht noch immer gut 78 Prozent im Plus. Der Abstand zum erst vor wenigen Tagen erreichten 52-Wochen-Hoch von 182,26 Euro bleibt überschaubar. Der langfristige Aufwärtstrend ist intakt.

Am 20. Mai liefert das Management neue Fakten. Nvidia hat diesen Termin für die Vorlage der Ergebnisse des ersten Geschäftsquartals offiziell bestätigt. Im Fokus stehen dann die ersten Verkaufszahlen der neuen Blackwell-Architektur. Sie müssen belegen, dass die Nachfrage nach Nvidias Hochleistungs-Chips stark genug bleibt, um den Angriff der eigenen Großkunden abzuwehren.

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Nvidia Aktie

171,26 EUR

– 9,54 EUR -5,28 %
KGV 42,70
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,02 %
Marktkapitalisierung 5,09 Bio. EUR
ISIN: US67066G1040 WKN: 918422

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