Occidental Petroleum: 6,7 Milliarden Schulden getilgt
Occidental senkt Verbindlichkeiten durch OxyChem-Verkauf drastisch, während operative Schwäche die Aktie belastet.

Kurz zusammengefasst
- Schulden durch OxyChem-Verkauf gesenkt
- Operativer Gewinn im Quartal gesunken
- Aktienkurs verliert deutlich an Wert
- Hohe Investitionen im Permian Basin
Occidental Petroleum hat seinen Schuldenabbau in einem einzigen Schritt dramatisch vorangetrieben. Der Verkauf der Chemietochter OxyChem brachte rund 9,5 Milliarden Dollar ein — und das Management nutzte den Großteil davon sofort zur Tilgung von Verbindlichkeiten.
Milliardenschwerer Schuldenabbau
Konkret flossen etwa 6,7 Milliarden Dollar in die Rückzahlung von Schulden. Die Gesamtverschuldung sank dadurch von 20,4 auf 13,8 Milliarden Dollar. Der Verkauf selbst generierte einen Nachsteuergewinn von 3,1 Milliarden Dollar. Die Kassenbestände kletterten nach den Tilgungen auf 3,8 Milliarden Dollar.
Das Ergebnis: ein deutlich schlankeres Finanzprofil. Occidental ist damit weniger anfällig für Zinsschwankungen und hat mehr Spielraum für künftige Investitionen.
Operatives Geschäft mit gemischten Signalen
Im ersten Quartal produzierte Occidental rund 1.426 Tausend Barrel Öläquivalent pro Tag — mehr als die eigene Prognose. Der realisierte Ölpreis lag bei 69,91 Dollar je Barrel, ein deutliches Plus gegenüber dem Vorquartal.
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Allerdings zeigt das Kerngeschäft Schwächen. Der Gewinn aus dem fortgeführten Betrieb fiel auf 236 Millionen Dollar, nach 830 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Belastet haben niedrigere Rohstoffpreise und Verluste aus Absicherungsgeschäften in Höhe von rund 339 Millionen Dollar. Der Quartalsumsatz von 5,23 Milliarden Dollar verfehlte die Analystenerwartungen von 5,44 Milliarden Dollar.
Aktie unter Verkaufsdruck
An der Börse kommt die Mischung aus Schuldenabbau und Ergebnisschwäche nicht gut an. Die Aktie verlor am Mittwoch knapp acht Prozent und notiert mit rund 47 Euro deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 57,80 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen summieren sich die Verluste auf über 13 Prozent.
Das Kapitalausgabenprogramm läuft derweil auf hohem Niveau weiter. Occidental investierte im ersten Quartal 1,6 Milliarden Dollar — vor allem in Öl- und Gasfelder im Permian Basin. Wie schnell die gesunkenen Zinskosten in freien Cashflow umschlagen, wird die entscheidende Kennzahl für die kommenden Quartale sein.
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