Ocugen Aktie: Logistikprozesse verbessern
Ocugen veröffentlicht 12-Monats-Daten für Gentherapie OCU410, die den primären Endpunkt erfüllen. Analysten sehen Potenzial trotz Kursrücksetzers und heben Kursziele an.

Kurz zusammengefasst
- Phase-2-Studie erreicht primären Endpunkt
- Analysten erhöhen Kursziele deutlich
- Einmalige Injektion als Vorteil gegenüber Konkurrenz
- Phase-3-Studie für 2026 geplant
Am 24. März veröffentlichte Ocugen 12-Monats-Daten aus der Phase-2-Studie ArMaDa für OCU410, eine Gentherapie gegen geografische Atrophie – eine schwere Form der trockenen Makuladegeneration. Die Ergebnisse erfüllten den primären Endpunkt, fielen aber schwächer aus als frühere Zwischendaten. Der Kurs reagierte mit einem deutlichen Rücksetzer. Analysten sehen das ganz anders.
Was die Phase-2-Daten zeigen
OCU410 erzielte nach zwölf Monaten eine 31-prozentige Reduktion des Läsionswachstums – statistisch signifikant, aber unter den Erwartungen, die durch frühere Daten entstanden waren. Ocugen verweist auf einen potenziellen Vorteil gegenüber den derzeit zugelassenen Therapien, die nach zwölf beziehungsweise 24 Monaten Reduktionen von 15 und 22 Prozent zeigen. Ein weiterer Unterschied: Bestehende Behandlungen erfordern sechs bis zwölf Injektionen pro Jahr – mit entsprechend hohen Abbruchraten in der Praxis. OCU410 ist als einmalige Injektion konzipiert und greift über mehrere Krankheitsmechanismen gleichzeitig an, darunter Entzündung, oxidativer Stress und Komplementaktivierung.
Analysten vs. Markt
Trotz des Kursrückgangs erhöhte HC Wainwright sein Kursziel von 7,00 auf 10,00 Dollar und hält an seiner Kaufempfehlung fest. Canaccord Genuity nahm die Abdeckung am 17. März mit einem Kursziel von 12,00 Dollar und einem „Buy“-Rating auf, Oppenheimer folgte am 11. März mit „Outperform“ und einem Ziel von 10,00 Dollar. Der Analystenkonsens liegt bei 9,75 Dollar – gemessen am aktuellen Kurs von rund 1,74 Euro ein erheblicher Aufschlag.
Reicht ein 31-prozentiger Rückgang des Läsionswachstums aus, um Phase 3 mit über 300 Patienten und einem adaptiven Design zu einem überzeugenden Datenpunkt zu machen? Die Antwort darauf wird Ocugen im dritten Quartal 2026 liefern müssen, wenn die Phase-3-Studie planmäßig starten soll. Parallel dazu läuft die rollende BLA-Einreichung für OCU400 bei Retinitis pigmentosa – mit angestrebter Vermarktung im Jahr 2027. Die Liquidität reicht nach eigenen Angaben bis ins vierte Quartal 2026, mit möglicher Verlängerung bis Mitte 2027, sofern ausstehende Warrants ausgeübt werden.
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